Mo Asumang liest

bga-bei-mo-asuman-lesung

Mo Asumang, das Kind einer Deutschen und eines Ghanaers wurde nach Ihrem Studium der visuellen Kommunikation und Gesang zunächst als erste afrodeutsche Fernsehmoderatorin bekannt.

Seit 15 Jahren widmet sich Mo Asumang dem Thema Rassismus. Auslöser dafür war eine Morddrohung der Neonaziband „White Aryan Rebels“ die in einem Lied sagen: “ Diese Kugel ist für dich Mo Asumang“. Dieser Schock inspirierte sie, Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen. Seitdem trifft sie sich „face to face“ mit Rassisten. Neben zwei Dokumentarfilmen ist aus diesen Begegnungen auch das Buch „Mo und die Arier“ entstanden. In diesem beschreibt Sie ein spektakuläres, sehr persönliches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit verschiedensten rechten Hasspredigern.

Gelungen ist ihr damit ein bestürzender Blick in die rechte Szene und ein Mut machendes Beispiel, wie man die eigene Angst überwinden und sich zur Wehr setzen kann. Dabei verfolgt Sie einen bemerkenswerten Ansatz: Die eigentliche Herausforderung besteht für Sie nicht darin, gegen etwas zu kämpfen, sondern alle Kraft darauf zu verwenden, sich dabei seine eigene Menschlichkeit, im Umgang mit Anderen, zu erhalten. Gerade in der aktuellen Zeit lohnt es sich also ganz besonders Mo Asumang genau zuzuhören.

In Kooperation mit dem Aktionsbündnis „Gera gegen Rechts“, lädt Sie herzlich die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Lesung und Diskussion mit Mo Asumang ein. Die Veranstaltung wird am Donnerstag, den 26. Januar, 2016, um 18:30 Uhr, im Kommunikationszentrum der Sparkasse Gera-Greiz, Schlossstr. 24, 07545 Gera stattfinden.