Geraer Demokratieprojekt für „Steh-Auf-Preis 2017“ nominiert

Eine wachsame Gesellschaft duldet keine Form von Ausgrenzung, Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Dafür bedarf es des demokratischen Anstands und eines entschlossenen Auftretens. Zahlreiche Initiativen junger Menschen zeigen täglich, dass sie sich verantwortlich fühlen, die Werte unserer Demokratie verteidigen und sich für den Zusammenhalt des Landes engagieren. Sie setzen sich mit Tatkraft für eine Kultur der Anerkennung ein, für den friedlichen Umgang miteinander. Sie sind Vorbilder, die sich zur Nachahmung empfehlen.“

Leitsatz des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke
Schirmherr des „Steh-Auf-Preis“ der Stiftung Toleranz und Zivilcourage

Steh auf Preis 2017

Zum dritten Mal hat die F. C. Flick Stiftung den „Steh-Auf-Preis für Toleranz und Zivilcourage“ verliehen. In der brandenburgischen Staatskanzlei Potsdam dankte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier allen Initativen in seiner Laudatio.

Auch ein Geraer PfD-Projekt war für den Preis nominiert. In die Auswahl kam der interreligiöse Dialog „Töten im Namen Gottes“, von TMBWZ, evangelischer Kirche, freikirchlicher Gemeinde G26, akzeptanz e.V., Freundeskreis Flüchtlinge, CARITAS, Theater und Philharmonie Gera, SJR und Radio LOTTE.  für den Steh-auf-Preis für Toleranz und Zivilcourage

Insgesamt wurden 4 „Steh-auf-Preise für Toleranz und Zivilcourage“ durch die Jurye vergeben.
Ein Preisträger ist die Willkommensinitiative zur Unterstützung von Flüchtlingen aus Köthen (Sachsen-Anhalt).
Weiterhin wurden die Bürgermeister von Rathenow, Ronald Seeger, und von Potsdam, Jann Jakobs, ausgezeichnet.
Beide unterstützen seit Jahren lokale Bündnisse, die sich Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Gewalt entgegenstellen.
Ein weiterer Preis ging an den Verein Flüchtlingspaten Syrien, der über Patenschaften den Nachzug von Angehörigen organisiert. Bisher konnte so 183 Menschen aus dem Kriegsgebiet geholt werden.
„…Diese kleine Idee ist nicht weniger als ein großartiges Beispiel für praktische Alltagshumanität…“ so, der Journalist Hajo Schumacher in seiner Rede.
Für den Wettbewerb wurden aus dem gesamten Bundesgebiet 90 Projekte vorgeschlagen.

Beitrag ARD zum hören.

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Neue Projekte für Gera bewilligt

Pressemitteilung

Am Dienstag tagte der Begleitausschuss (BgA) der Partnerschaft für Demokratie in Gera und entschied in zweiter Runde über 7 eingereichte Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ So vielfältig die Träger, die Projekte eingereicht haben, so vielfältig sind auch die Projektvorhaben.

Insgesamt wurden 5 Projekte durch den BgA bewilligt. Dazu gehören das Projekt „Chancengleichheit beim Lesen lernen“ des Vereins „Buch und Leser“ für die zukünftigen Erstklässler in Gera, „Musik baut Brücken“ – ein Projekt für Kinder und Jugendliche von Akzeptanz! e.V. und ein Fahrradlernkurs vom Freundeskreis für Flüchtlinge e.V. in Gera. Der Stadtjugendring Gera  e.V. unterstützt mit Ihrem Projekt eine „Schülerzeitung im multisprachlichen Dialog“ am Zabelgymnasium und im Ortsteil Liebschwitz ist eine Zukunftswerkstatt am Entstehen, die alle Liebschwitzer Bürgerinnen und Bürger in einem demokratischen Prozess mitnehmen möchte.

Da in diesem Jahr noch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, ruft der BgA der Partnerschaft für Demokratie in Gera auf, bis zum 19. August 2017 die Chance zu nutzen und weitere Projekte einzureichen. Möglicher Projektzeitraum ist dann in der Zeit vom 01. September bis zum Jahresende.

Alle wichtigen Informationen, Anträge und Formblätter dazu findet man unter https://exkosgera.wordpress.com/download-demokratie-leben

Globaler Triumph des Populismus?

hiermit laden wir Sie herzlichst zur nächsten Veranstaltung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft ein:

Prof. Jan-Werner Müller von der Princeton University referiert und diskutiert zum Thema:

„Globaler Triumph des Populismus?“

am Dienstag, 20.Juni 2017 um 19:00 in der Bühne am Park, Theaterplatz 1 in Gera (in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Gera gegen Rechts).

In den USA haben es rechte Populistinnen und Populisten in die Regierung geschafft. Auch in Europa halten sie Einzug in Regierungen. Dort, wo dies bisher nicht der Fall ist – unter anderem in Österreich, in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland – gelingt es rechten Populistinnen und Populisten zunehmend, Themen privater und öffentlicher Diskussionen zu bestimmen, Ängste und Unsicherheiten von Menschen zu politisieren, Grenzen des Sagbaren zu verschieben und Rassismus wieder salonfähig zu machen. Bisweilen treiben sie die etablierte Politik und Medien geradezu vor sich her.

Aufklärung und Versachlichung sind gefragt gegen die Verführungskraft des „Post-Faktischen“: Was ist eigentlich Populismus? Ist er ein neues Phänomen? Was sagt er aus über eine Gesellschaft? Kann Populismus als radikaldemokratisches Projekt verstanden werden? In welchem Verhältnis stehen Populismus und Demokratie? Wie sollten Zivilgesellschaft und Politik mit Populismus umgehen?

Jan-Werner Müller, Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der renommierten Princeton University, gibt Antworten unter anderem auf diese Fragen. Er ist Autor der Bücher „Was ist Populismus?“ (2016), „Das demokratische Zeitalter“ (2013) und „Verfassungspatriotismus“ (2010). Als öffentlicher Intellektueller tritt er in zahlreichen TV-Talkshows auf und schreibt für die Neue Züricher Zeitung, die Financial Times und die Süddeutsche Zeitung.

Wir freuen uns auf die Diskussion zu diesem hochaktuellen und drängenden Thema mit Ihnen!

Weitere Informationen: Flyer_Populismus_Gera