Einladung zum Vortrag: Der Traum vom Exotischen

Der Orient in Gemälden der europäischen Kunstgeschichte

mit Dr. Claudia Tittel, Kunstwissenschaftlerin 

Dienstag,  28.08.18 um 19 Uhr
Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst
Häselburg Gera

In zahlreichen Gemälden der europäischen Kunstgeschichte schmückten die Maler ihre Gemälde mit orientalisierendem Dekor, erzählten Geschichten von armen, aber ursprünglichen Gesellschaften, von fliegenden Händlern, wunderschönen Frauen und reichen Herrschern des Nahen Ostens. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde der Orient zur Projektionsfläche für zumeist männliche Phantasien. Ein beliebtes Motiv war der Harem als Ort des überbordenden Luxus und der freien Sexualität.
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Bild, das europäische Künstler wie Eugène Delacroix oder Jean-Auguste Dominique Ingres vom Orient zeichneten – eine mysteriöse Welt angeregt von den Geschichten aus 1001 Nacht, die die Phantasie der Europäerinnen und Europäer beflügelte.

Dr. Claudia Tittel studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin sowie an der Université Panthéon-Sorbonne in Paris. Sie promovierte an der Humboldt-Universität Berlin und ist seit 2009 an verschiedenen Universitäten wie z.B. der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Bauhaus-Universität Weimar tätig. Zurzeit ist sie Research Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar. Neben ihrer Lehrtätigkeit kuratierte sie Ausstellungen im In- und Ausland, so z.B. an der Akademie der Künste Berlin, der Nationalgalerie Vilnius, dem Klinger-Forum Leipzig, der Klassikstiftung Weimar und seit 2012 auch hier in Gera. Zurzeit sind die Ausstellungen „Arbeit am Mythos. Orient und Okzident“ in der Häselburg und „Volker Regel. Out of Paper“ in der Orangerie in Gera zu sehen.
Text:  KiM Kultur in Mitteldeutschland gGmbH