An den Wassern Babylons saßen wir und weinten.

logo-Ökomenische AkademieSo heißt es in einem biblischen Psalm (137, 1). Babylon war der Exilort für das jüdische Volk. Die Erinnerung daran durchzieht die biblische Geschichte ebenso wie sein Widerpart, die Befreiung aus Ägyptenland. Am kommenden Sonntag werfen wir einen Blick auf das absolute Ende der Geschichte. Das schlechthin Böse in Gestalt der Hure Babylon vergeht im Gericht.
 
Begleitet wird dieser Blick von zwei jungen Cellistinnen und der Organistin Ina Mohn-Engel. Sie spielen Choräle und wohltemperierte Musik, damit es nicht zu heiß her geht. Holger Peter Saupe, der Direktor der Kunstsammlungen Gera, wird unser Titelbild von Matthias Gerung auslegen.

Es heißt „Die Hure Babylon“ und findet sich als Buchillustration in der Ottheinrich-Bibel (um 1530–1532), Die Predigt wird einiges über das Ende der widergöttlichen Mächte verraten, vor allem auch über unsere Sehnsüchte danach. Außerdem werden Sie endlich erfahren, ob das Tier aus dem Abgrund das römische Reich, der Kommunismus, der Spätkapitalismus, der islamische Fundamentalismus oder der Klimawandel ist. Ein Gottesdienst für Liebhaber apokalyptischer Visionen und die, die es werden wollen. hier sehen sie das Bild: www.marienkirche-gera.de/sommerkirche-viii-die-hure-babylon/.

Am Mittwoch danach – am 18. September um 10 Uhr im Lutherhaus – kommt der Oberbürgermeister in unsere Akademie am Vormittag und erzählt über sein erstes Jahr: www.oek-akademie-gera.de/events/mein-erstes-jahr/.

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

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Überall in Gera stehen Ladengeschäfte leer.

Sie finden keinen einheimischen Betreiber mehr. Syrer sind gewohnt, ein kleines Geschäft aufzumachen, um sich zu finanzieren.
Am kommenden Freitag schaut Jana Huster, was die neuen Mitbürger in Debschwitz so treiben. Da gibt es einige provisorisch anmutende Unternehmungen, die neu im alternden Viertel sind. Aber die Veranstaltung beginnt mit dem Ende. Die Firma GBG-Bestattungen wird in ihrer hauseigenen Trauerhalle über die muslimische Bestattungskultur berichten und wie sie sich darauf einstellen musste. Dann geht es zu den Debschwitzer Neugründungen. Auch einen Jugendtreff mit Hausaufgabenbetreuung  des Streetwork e.V.  wird die Femdenführung aufsuchen. Gibt es hier interkulturelle Lernbeziehungen?
 
Treffpunkt ist der Handwerkerbrunnen am Sachsenplatz vorm Südbahnhof. Am 13. September 2019 zwischen 14 und 16 Uhr ist die Gruppe unterwegs, die gemeinsam in eine fremde Welt eintaucht. Wie immer darf alles gefragt werden. Treue Begleiter auch diesmal Sprachmittler Osama Abo Shahen und die Gersche Autorin Jana Huster von der Rederei Huster. Hier können Sie übrigens die Stimme Ihrer Fremdenführerin hören, wie sie Andrea Terstappen von Antenne Thüringen erzählt, was sie vorhat: https://oek-akademie-gera.de/events/unterwegs-im-quartier-debschwitz/

Am Mittwoch danach – am 18. September um 10 Uhr im Lutherhaus – kommt der Oberbürgermeister in unsere Akademie am Vormittag und erzählt über sein erstes Jahr: oek-akademie-gera.de/events/mein-erstes-jahr/.

Die Veranstaltung mit Adelheid Mikosch „Was macht Menschen krank? Was macht Menschen gesund?“ muss leider aus gesundheitlichen Grünen ausfallen. Wir holen diese Veranstaltung: oek-akademie-gera.de/events/was-macht-menschen-krank-was-macht-menschen-gesund/ im nächsten Jahr nach.

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Vortrag LGBTIQ* in Europa

Im Rahmen der Aktionswochen zum Christopher Street Day in Gera haben die Veranstalter*innen ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Am Dienstag, den 11.09.2019 wird der Vortrag die Frage beantworten „Wie queer ist Europa?“.  

Referentin Anna Wegricht wirft in ihrem Vortrag einen Blick auf die Situation von LGBTIQ* in verschiedenen europäischen Ländern. Sie wird darauf hinweisen, was die Bewegung bereits erreicht hat, was noch zu tun ist und unter welchen Umständen Gesellschaften offener und vielfältiger werden können. In einer kurzen Einleitung werden elementare Begriffe zum Thema LGBTIQ* geklärt, um mit einem gemeinsamen Grundwissen, den Blick über den Tellerrand schweifen lassen zu können.

Im Anschluss lädt der CSD Gera zu einer Diskussionsrunde und einem vielfältig europäischen Buffet ein.

Der Eintritt ist frei und barrierearm.

Text: Häselburg Gera

Christopher Street Day Gera Parade & Straßenfest 14.09.2019

„Eine Stadt ist nur so stark – wie der Umgang mit ihren Bewohnern.“

Eine Stadt lebt von einem respektvollen Umgang mit allen Menschen. Mir ist bewusst, dass es immer noch Vorurteile und Vorbehalte gegenüber verschiedenen Gruppierungen in unserer Gesellschaft gibt. Kennen Sie den Begriff „Vielfaltsmanagement“? Im Kern geht es darum,
die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Vorteil für das Unternehmen zu nutzen. Nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben spielen diese Themen eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund ist es für mich eine Selbstverständlichkeit
den Christopher Street Day im Rahmen meiner Schirmherrschaft als Oberbürgermeister der Stadt Gera zu unterstützen. Ich finde es bemerkenswert, dass sich eine Vielzahl von Menschen aus
unserer Stadt zusammengeschlossen hat, um für Vielfalt und ein respektvolles
Miteinander zu werben. Denn genau das braucht unsere Stadt – die Zusammenarbeit und das miteinander Reden – nicht übereinander. csdNur so können wir etwas bewegen!
Jeder Bürger und jede Bürgerin soll sich ungeachtet des Geschlechts, der Lebensform, der Herkunft, der sexuellen Orientierung oder des Glaubens wohl und sicher fühlen. Jede Frau und jeder Mann hat das Recht, seinen ganz eigenen Lebensweg auf der Suche nach seinem persönlichen Glück zu gehen. Ich freue mich, als Schirmherr ein Teil der geplanten Veranstaltungen sein
zu dürfen. Seien Sie, wer Sie sind. Seid Ihr, wer Ihr seid. Denn das bereichert uns alle. „Es hat noch nie jemand etwas verändert, wenn er so war wie andere“.
(P. T. Barnum) Herzlichst Ihr und Euer,
J u l i a n V o n a r b
Oberbürgermeister der Stadt Gera

Inhalt
AktionswocheN „Gera kann queerer“

Broschüre zum Download