Fotoausstellung und Vortrag

Am 1. November 2019 feiert die Katholische Kirche Sankt Elisabeth in Gera ab 18.00 Uhr die Heilige Messe.

Im Anschluss hält Monsignore Jihad Nassif einen Vortrag über das christlich-muslimische Miteinander in Syrien und geht dabei der Frage nach: „Ist mein Nachbar zum Feind geworden?“

Nach dem Vortrag besteht auch die Möglichkeit zur Diskussion und Begegnung.

Kunstzone e.V. präsentiert Buchprojekt „Das ist unsere Demokratie!“

Am 22.10.2019 wird im Rathaussaal von Gera um 18.00 Uhr das Buch „Das ist unsere Demokratie!“ der Öffentlichkeit vorgestellt. An diesem Buchprojekt haben insgesamt 76 Kinder, Jugendliche und Erwachsene teilgenommen. Sven Schmidt von der Kunstzone Gera e.V. hatte dieses Projekt 2018 eingereicht und es wurde von der Jury ausgewählt. Drei Schulen haben am Projekt mitgearbeitet: die Grundschule am Bieblacher Hang, die Pfortener Schule, sowie das Goethegymnasium. Dazu kamen Erwachsene. Die Idee war, generationsübergreifend, sowohl Texte, als auch Bilder zum Thema Demokratie zu sammeln und entstehen zu lassen. Gleichzeitig sollte es auch international werden. Das ist es letztlich geworden (insgesamt sind es 15 Nationen) und dazu noch kontinentübergreifend, denn mit Lourdes Silva aus Maputo/ Mosambik hat das Buch auch eine Stimme aus Afrika bekommen. Und ihr Text und die Bilder zum Thema Demokratie besitzen eine besondere poetische Dimension.

 

Künstler wie Terry Chipp und Jeremy Leigh aus England, sowie Magda Szplit und Henryk Krolikowski aus Polen (alle Künstler waren schon zu Gast in der Galerie M1) haben sich in Wort und Bild zum Thema geäußert. Ihre Texte kreisen auch um die Fragilität der Demokratie.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Oberbürgermeister Julian Vonarb steuerten ebenfalls starke Statements zum Gelingen bei. Vom Oberbürgermeister kam auch das Angebot, die Vorstellung und Übergabe im Rathaussaal zu machen, was mit Sicherheit für die Kinder und Jugendlichen auch zu etwas besonderem wird.

Es ist ein vielfältiges Buch entstanden, was unterschiedliche Meinungen, Hoffnungen und jede Menge Bilder enthält. Dem künstlerischen Bild kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Wenn man einen Text über Demokratie schreibt, ist es eine theoretische Äußerung. Die entstandenen Bilder sind aber materialisierte Schöpfungen, realisierte Vorstellungen, die letztlich Arbeit für die Demokratie darstellen und über das Gesagte hinaus gehen. Das ist sehr wichtig und es zeigt im Grundtenor: Das ist unsere Demokratie! – es ist ein eindeutiges demokratisches Bekenntnis und es ist damit eine wirklich starke Stimme aus Gera entstanden!

Text: Sven Schmidt

Sommerkirche

Normalerweise beginnt die Sommerkirche am Sonntag Nachmittag um 17 Uhr.
Aber nicht am kommenden Sonntag. Da ist die Sommerkirche der Erntedank-Gottesdienst am Sonntag Morgen und der Auftakt zum 1. M-T-R Saftfest. Die letzte Sommerkirche beginnt am 13. Oktober 2019 um 10 Uhr!!!

Bei der Gelegenheit: Am Nachmittag zuvor laden wir zum Zweiten Festlichen Benefizkonzert zugunsten der Thieschitzer Kirche ein! Unter dem Motto „Von Bach bis Reger – Kompositionen zwischen Klassik und Romantik“ spielen am 12. Oktober 2019 um 17 Uhr Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Annegret Knoop (Violine), Robert Hartung (Viola) und Jesús Antonio Clavijo (Violoncello) für Sie. Seit zwei Jahren können die Glocken der Thieschitzer Kirche nicht mehr automatisch geläutet werden, die Motoren müssen aufwendig repariert oder ersetzt werden. Die Kirchgemeinde kann derzeit das Geld für die Instandsetzung nicht aufbringen, deshalb muss zu Gottesdiensten wieder von Hand geläutet werden. Hier können Sie unseren Flyer aufklappen. Und falls sie nicht kommen können, ist hier unser Spendenkonto: IBAN: DE49 5206 0410 0108 0165 77, Kennwort: Glocken Thieschitz!

Kennen Sie diese Bilder mit Obstkörben und Jagdbeuten? Sie wirken im ersten Moment üppig und frisch. Aber bei näherem Hinsehen finden sich kleine Tiere, die an den Früchten nagen. Die Fäulnis wartet offenbar schon auf den Korb mit reifen Früchten. Unser Motto der letzten Sommerkirche ist eben der Korb mit reifen Früchten. Der Prophet Amos sieht ihn als Gerichtsbild (Amos 8, 1-6) . Gott lässt ihn in einer Vision einen solchen Korb schauen und beinahe gleichzeitig verstehen: Reif zur Ernte ist dein Volk. Bald werden die Lieder im Tempel sich in Heulen verkehren, und es werden überall Leichen liegen. Dann ist es still.

Der Prophet Amos könnte also das Stilleben erfunden haben. Am kommenden Sonntag, dem 13. Oktober 2019, wird unsere Thieschitzer Sommerkirche um 10 Uhr beginnend mit dem Erntedankfest abgeschlossen. Zu den Motiven von voller Reife und baldigem Vergehen hören Sie Tango-Nuevo-Musik von Stefan Schlurike und Uwe Großstück (Piano/Akkordeon). Dr. Cornelie Becker-Lamers legt Ihnen ein niederländisches Stilleben aus dem 17. Jahrhundert von Frans Snyders aus. Hier können Sie es vorab betrachten.  Es werden protestantische Choräle gesungen. Unter anderem „Wir pflügen und wir streuen“ mit dem Text von Matthias Claudius. Nach dem Gottesdienst werden die Erntegaben in einer Prozession, die von einer Schalmeienkapelle (!) angeführt wird, zum Rubitzer Dorfplatz gebracht. Dort findet das 1. M-T-R-Saftfest statt. Ein gemeinsames Fest der Dörfer Milbitz, Thieschitz und Rubitz, bei dem unsere – und wenn Sie wollen auch Ihre – Früchte zu Saft verarbeitet werden. Außerdem erwartet Sie ein reichhaltiges Angebot. Hier finden Sie das Programm. Mal unter uns gesagt: Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

Unser nächster und vorerst letzter interkultureller Spaziergang führt in einen der Brennpunkte unserer Stadt. Jana Huster zeigt Ihnen am 11. Oktober ab 14 Uhr die Orte der Migranten in Bieblach-Ost.

Für den Mittwoch danach, den 16. Oktober 2019 hatten wir Ihnen einen Vortrag über die Sanierung des heruntergekommenen Stadtviertels Untermhaus angekuendigt. Dieser musste leider auf den 30. Oktober um 10 Uhr im Lutherhaus verschoben werden. In unserer Akademie am Vormittag erzählt dann Bernd Krüger über seine Tätigkeit als Stadtentwickler eines vormals fast aufgegebenen Stadtteils.

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann