Nochmal Möglichkeit Projekte für Demokratie in Gera einzureichen

Gestern tagte der Begleitausschuß der Partnerschaft für Demokratie in Gera und bewilligte ein weiteres Projekt. Eingereicht wurde dieses vom Evangelischen Kirchenkreis. Es handelt sich um eine Ausstellung zum Thema „Vielfalt Nahost“.

Es können nochmal Projekte eingereicht werden! Bis 2. September 2019!

an die Lokale Koordinierungsstelle, Frau Heike Födisch, bitte digital unter Foedisch.Heike@gera.de und im Original per Post an Fachdienst Soziales, Lokale Koordinierungsstelle „Demokratie leben!“, Gagarinstraße 99-101, 07545 Gera


https://exkosgera.wordpress.com/download-demokratie-leben/ (Antragsformular)

Wer noch Fragen hat, Hilfe bei Projektentwicklung und Antrag benötigt, bitte telefonisch an die Externe Koordinierungsstelle Tel. 0365/ 20426594 oder 95 wenden, ebenso möglich per Email an exkos-gera@gmx.de.

Werbeanzeigen

Kulturwerkstatt – Ohrenschmaus

Gestern fand das erste öffentliche kulturelle Angebot durch Jugendliche (Studenten) für Jugendliche, Dozenten und Bürger*innen der Stadt Gera statt.

Im Ergebnis der Vorbereitungsrunden entstand der Wunsch der öffentlichen Darbietung, um sich selbst zu erfahren und ihre Mitmenschen an der Umsetzung teilhaben zu lassen. Die Veranstaltung soll weitere Einwohner/Studenten zum Mitmachen anregen.

Die Studierenden begeben sich in soziokulturelle Teilhabe und engagierten sich intensiv an der Umsetzung. In 7 Acts (Poetry Slam, literarische Darbietung und Gesang) wurden am 26.03.2019 viele junge Menschen im Begegnungsraum der alten Brauerei 1880 erreicht (305 Anwesende). Eine positive Identifizierung mit ihrem alten oder neuen Heimatort Gera wurde in ersten Schritten hergestellt. Es wurde sichtbar, wie sehr eine Jugendkultur von Demokratie partizipiert, wenn sie ihren Sozialraum selbst gestalten können.

Die Jugendlichen bereichern mit eigenen Ideen ihren Stadtteil zu einer lebenswerten Stadt. Sie ergreifen Eigeninitiative, bringen eigene Ideen ein und setzten diese mit großer Leidenschaft um. Begeisterung fand der Ohrenschmaus auch bei unserem Oberbürgermeister Julian Vonarb, der es sich nicht nehmen ließ, den jungen Menschen einen Besuch abzustatten, um ihnen weiterhin viel Spaß bei der Umsetzung ihrer Ideen zu wünschen.

Ein Projekt des Studentenfördervereins Gera

Buchmesse Leipzig – Schwerpunkt Politik und Medienbildung

 

In den vergangenen vier Tagen hat sich die Buchbranche in Leipzig präsentiert und die Koordinierungsstelle war dabei. In diesem Jahr waren es 15.000 Besucher mehr als 2018. Die Aufgaben der Buchmesse „Literatur sichtbar zu machen“ und zu bilden haben sich erfüllt. Referenten hielten Kurzseminare zu Themen der Jugendarbeit, Digitalisierung, Partizipation und Demokratiebildung. In den Seminaren gingen wir der Fragestellung nach, wie man souverän mit den Herausforderungen umgeht, dass demokratische Gesellschaften weltweit zunehmend unter Druck geraten?

 

  1. Vortrag: Demokratiebildung an Schulen Erstmalig wird damit eine quantitative Studie zum Stellen wert Demokratiebildung aus Lehrerperspektive vorgelegt. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden vorgestellt und im Hinblick auf praktische Konsequenzen für Schule und Lehrerqualifizierung diskutiert.

 

  1. Brauchen wir Europa? Ja, doch Vertrauen auf ein Miteinander kann nur durch intensive Zusammenarbeit geschaffen werden. „Europa und Völkerverständigung zu schätzen heißt nicht zwangsläufig, die Europäische Union zu lieben; die EU zu unterstützen nicht unbedingt, die Brüsseler Politik und alle ihre Entscheidungen zu befürworten.“ Konkrete Inhalte müssen aus dem Ergebnis politischer Aushandlungsprozesse wachsen. Wie das gelingen kann und vor welchen Herausforderungen die EU steht wurde an einigen Beispielen verdeutlicht.

 

  1. Vortrag: Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft stellt Vorstellungen, Handlungsansätze und Ziele der neugegründeten Demokratieallianz vor. Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen wurde auf Initiative der Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) das Bündnis gegründet. Strategien zur Stärkung der Demokratiebildung wurden handlungsorientiert besprochen.

 

  1. Vortrag: Wieviel Hass vertragen wir? Das Impulsreferat gab einen Einblick in Demokratiebildung, Kompetenzstärkung und Werteerziehung im digitalen Zeitalter. Beispielhafte Methoden und Lernszenarien aus aktuellen Projekten wurden vorgestellt. Die Zivilisierung des Internets sollte das Ergebnis sein.

 

  1. Vortrag: Demokratie unter Druck: Sachsen 1918-1933 stand unter der Fragestellung, ob wir uns Weimarern Verhältnissen nähern.

 

  1. Vortrag: Fragen an Europa – Europa ist, was wir draus machen. Eine völlig neue Art von Sachbuch ist von Kindern für Kindern entstanden, unter der Beteiligung des Jugendbeirates Berlin und Frankfurt.

 

  1. Vortrag: Gesellschaftliches Engagement benachteiligter Jugendlicher fördern wurde anhand erprobter Konzepte zur Förderung demokratischer Teilhabemöglichkeiten vorgestellt. Wo Jugendliche freiwillig hingehen und nicht müssen, da kann die Chance für Demokratieentwicklung sehr hoch sein. Die Bedeutsamkeit der offenen Kinder- und Jugendarbeit für eine gelingende Demokratiebildung wurde an einem Beispiel in Berlin-Marzan erprobt und evaluiert. Zielgruppen aus prekären Lebensverhältnissen konnten ihr Umfeld – den Jugendclub – konstruktiv durch demokratische Aushandlungsprozesse mit gestalten. Am Ende entstand sogar Interesse für den gesamten Sozialraum – eine Erfolgsgeschichte.

 

  1. Vortrag: Verbrannt Wörter – „wo wir noch reden wie Nazis und wo nicht“, war wohl eines der interessantesten Vorträge des Tages. Der Publikumsandrang war, trotz fortgeschrittener Stunde, am höchsten. „Asozial, Bombenwetter (oder) bis zur Vergasung“, sind deutsche Begriffe, die im öffentlichen Sprachgebrauch verpönt sind, aber sind sie alle der nationalsozialistischen Feder der NS-Zeit entsprungen? Diesen und anderen Fragen gibt das Buch des Autors Matthias Heine Auskunft. Das Buch gibt wertvolle Orientierung im Umgang aufgeladener Rhetorik und Stimmungen unserer Gesellschaft.

Sybille Thomae

„Demokratie leben!“ zum Frauentag 2019!

Die Mitglieder unseres Begleitausschusses, Frau Hauschild, Frau Schultheiß und Frau Thomae von der Exkos Gera stellten das Bundesprogramm „Demokratie leben“, das Landesprogramm „Denk bunt“ und unsere PfD Gera zur Frauentagsfeier im Volkshaus Zwötzen am 9. März vor. Ein Dankeschön an unsere drei Vertreterinnen.

IMG-20190309-WA0003

6 neue Projekte beschlossen!

Partnerschaft für Demokratie in Gera

Gestern, am 12.03.2019 tagte erneut der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie Gera. Es waren 8 interessante Anträge für unsere zweite Antragsrunde eingegangen.

Es wurden folgende Projekte bewilligt:

Fete de la musique, Christopher Street Weeks – viele sind gemeinsam stark, Demokratie.Zeit, Demokratieförderung ohne Ausgrenzung, 30 Jahre friedliche Revolution und Miteinander statt Nebeneinander.

Insgesamt gab der Begleitausschuss am 17.500,00 Euro aus.

Aber für alle Projektentwickler und – entwicklerinnen, keine Angst, es ist noch etwas Geld da und es wird eine neue Entscheidungsrunde geben. Geplant ist Anfang Juni. Genaueres bald mehr.

Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ in Gera gesucht

Der Begleitausschuss für Partnerschaften für Demokratie in Gera zur Umsetzung des Bundesprogrammes „Demokratie Leben!“ hat gestern seine Arbeit aufgenommen. Jetzt können Projekte zur Ausgestaltung der Partnerschaften bis zum 29.05.2015 eingereicht werden.

Folgende Leitziele hat der Begleitausschuss gesetzt:

Leitziel 1Die Partnerschaften für Demokratie (PfD) der Stadt Gera etablieren sich als ganzheitliche Struktur in das Leitbild der Stadt Gera und sichern nachhaltig eine Demokratiebildung aller Zielgruppen.

Mittlerziel: Die Sicherung demokratischer Strukturen in der Stadt Gera wird erreicht durch eine direkte Auseinandersetzung mit den Menschen dieser Stadt und durch die Einbindung vorhandener Strukturen, Netzwerke und Leitbilder, die die Menschen dieser Stadt geprägt haben.

Handlungsziel: Vorhandene Strukturen, Netzwerke, Institutionen und traditionelle Veranstaltungen werden genutzt, um die PfD weiter in der Stadt zu implementieren. Die Strukturen des ländlichen Raumes unserer Stadt werden in das Bundesprogramm eingebunden. Gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen wird durch bedürfnisorientierte Angebote unter Berücksichtigung der Akteure in den jeweiligen Sozialräumen gesichert.

Leitziel 2Die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Nutzung von Medien, Kunst und Kultur sichern das Erreichen einer breiten Bevölkerungsschicht.

Mittlerziel: Das Erreichen der Menschen mit positiven Erlebnissen, wie Kunst, Toleranz, Menschlichkeit, und positiven Denkanstößen.

Handlungsziel: Durchführung von Veranstaltungen und Nutzung vorhandener Plattformen zur Förderung der Bewusstmachung der Themen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ in allen Bereichen der Gesellschaft.

Leitziel 3Strukturierte, nachhaltige Konzepte zum Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen sowie der Schaffung interkulturelle Begegnungen sichern die Stärkung der Toleranz in der „Mitte“ der Gesellschaft.

Mittlerziel: Menschen aus der „Mitte“ der Gesellschaft erleben ein Verständnis der Kultur des Miteinanders und werden sich ihrer eigenen vorurteilsbehafteten Grenzen bewusst.

Handlungsziel: Eine ganzheitliche und generationsübergreifende Bearbeitung des Themas „Flucht und Vertreibung“ verhindert langfristig Antisemitismus, Ausgrenzung und Rassismus.

Die Interessenbekundungen für Projekte im Rahmen dieser Leitziele können bis zum 29.Mai 2015 online an die Externe Koordinierungsstelle Exkos-gera@gmx.de eingereicht werden. Die Formblätter finden Sie als Download hier auf unserer Seite.