Sommerkirche

Der Kopf aus Gold, die Brust aus Silber, die Lenden Bronze und die Füße aus einer Mischung von Ton und Eisen, was dem Standbild eine gewisse Fragilität verleiht. Der Kopf ist die Gegenwart, erklärt der Prophet Daniel dem König Nebukadnezar, und alles was dann kommt, ist eine Stufe schlechter, bis zum Schluss ein Gemisch dem Gebilde schwachen Stand verleiht, das sich nicht verbindet und deshalb bald zerstört werden kann von einem Stein, der vom Himmel kommt. Ist die Mischung von Ton und Eisen vielleicht die Multikulturelle Gesellschaft? Und der goldene Kopf das Herrschaftsgebiet des deutschen Kaisers Karl V., in dessen Reich die Sonne nie unterging? Diese Deutung werden Sie bei der Sommerkirche am 21. Juli 2019 um 17 Uhr in der Thieschitzer Kirche wohl nicht hören. Denn wir haben die Ökumene-Referentin des Erfurter Landeskirchenamtes eingeladen Kirchenrätin Charlotte Weber. Was wird für sie der goldene Kopf sein und was die tönernen Füße des Kolosses, der im Danielbuch erwähnt wird und seitdem als Symbol für ein zerstörbares Großreich gilt? Wird sie überhaupt eine Deutung wagen? Und wie lesen Sie Daniel 2?
Nur eins ist sicher. Hamid Mohamed wird vor, nach und zwischen der Bildauslegung des Kunstgeschichtlers Thomas Kiemle (Gera 2025) und der Predigt der Oekumenikerin die Kurdische Kurzhalslaute (Ba ̆glama) spielen. Und es werden Choräle gesungen; es gibt ein Orgelvorspiel und -nachspiel und ein thematisch passendes Mahl. Falls das reicht, um Sie zu interessieren, was hält Sie davon ab vorbeizukommen?
Hier finden Sie die ganze Sommerkirche in einem bunten Faltblatt.
Und das schöne Bild aus dem aus dem Daniel Kommentar des Reichenauer Kodex (1000), über das Thomas Kiemle sprechen wird, sehen Sie hier.
Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann
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4. Förderrunde für Demokratie-Projekte 2019

Es können noch Förderanträge bis 2. September eingereicht werden!

In der letzten Sitzung bewilligte Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie in Gera (PFD) ein weiteres Projekt. Eingereicht wurde dieses vom Evangelischen Kirchenkreis, der eine Ausstellung zum Thema „Vielfalt Nahost“ durchführen wird. Da aber noch Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für 2019 zu vergeben sind, startet die Partnerschaft für Demokratie die 4. Förderrunde. Deshalb rufen wir erneut interessierte Vereine, Verbände und Initiativen dazu auf Projekte einzureichen.

Diese können bis zum 2. September 2019 bis 14 Uhr bei der lokalen Koordinierungsstelle für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Gera per Email eingereicht werden. Foedisch.Heike@gera.de

Das Antragsformular zur Durchführung eines Einzelprojektes kann auf der Internetseite der externen Koordinierungsstelle unter www.exkosgera.wordpress.com/download-demokratie-leben/ heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch die Formblätter für den Finanzplan, Ihre Kontoverbindung, die Datenschutzerklärung sowie die Hinweise zur Umsetzung. All diese Unterlagen sind durch Sie auszufüllen und im Original auszufüllen und per Post an
Heike Födisch
FD Kinder- und Jugendhilfe Lokale
Koordinierungsstelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Gagarinstraße 99-101 / 07545 Gera
zu senden. Zusätzlich bitte noch eine Kopie zum Nachweis der Gemeinnützigkeit mit senden. Die eingereichten Anträge werden dann am 17. September 2019 durch den Begleitausschuss der PfD beraten und entschieden.

Gera eine Looser Stadt? – Von wegen!

Gera lebt, lacht und is(s)t fantastisch!

Wie aufgeschlossen und tolerant Gera ist, zeigten die Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Samstag zum „Dinner auf der Sorge“. Anlässlich des Tags der offenen Gesellschaft lud der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie in Gera und die Kindervereinigung e.V. Gera zum Abendessen an eine lange Tafel ins Geraer Zentrum. Aber nicht ins Restaurant sondern direkt auf die Straße. Unter dem Motto „Gera lebt, lacht und is(s)t fantastisch“ versammelten sich 132 Menschen um gemeinsam zu Abend zu essen, sich kennenzulernen und ein Zeichen zu setzen für eine offene Gesellschaft in Gera. Alte und Junge, Einheimische und Zugezogene genossen neben dem Essen auch die angenehme, friedliche und tolerante Stimmung. Das zeigt auch der Film von Stefan Gabel vom Filmclub Pforten e.V. in Gera, der auf der Veranstaltung entstand.

Laut dem Verein „Die offenen Gesellschaft“, dem Initiator des deutschlandweiten Aktionstages waren wir damit unter den zehn größten Tafeln in ganz Deutschland. Wer meint, dass Gera eine Looser Stadt sei und dazu aufruft von hier wegzuziehen, kennt diese Stadt und deren Bewohner nicht. Das herzliche und offene Willkommen, das am letzten Samstag die Geraer Sorge bevölkerte zeigte das wahre Gesicht dieser Stadt. Hier engagieren sich sehr viele Menschen für ein offenes, tolerantes und demokratisches Miteinander.

 

500€ für Euer Projekt!

Der Jugendrat Gera fördert Micro-Projekte bis 500€
Aufruf!

Der Jugendrat Gera vergibt aus dem Jugendfonds „Demokratie Leben!“ bis zu 500€ für Eure Demokratieprojekte im Jahr 2019. Unterstützt werden von Jugendlichen initiierte Projekte, welche im Jahr 2019 umgesetzt werden können. Gesucht werden Ideen, die z.B. die kulturelle Vielfalt, das Zusammenleben im Stadtteil, den toleranten und solidarischen Umgang miteinander und/oder eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen beinhalten.

Bewerben können sich ab jetzt Teams von mindestens drei Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zwischen 12 und 27 Jahren. Bis zum 30.06.2019 soll Eure Projektskizze beim Stadtjugendring Gera e.V. per EMail an info@sjr-gera.de eingehen.

Der Jugendrat Gera möchte folgende Infos von euch:
– Beschreibt Eure Projektidee, also was wollt ihr machen?
– Wofür möchtet ihr das Geld nutzen?
– Bestimmt eure Ziele und wen ihr mit eurem Projekt erreichen wollt!
– Wann und wo soll das Projekt im Jahr 2019 stattfinden?

Im Juli 2019 entscheidet der Jugendrat Gera, welche Projekte unterstützt werden. Die Mikro-Projekte werden gefördert vom Jugendfonds des Bundesprogramms Demokratie Leben! und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.

Aktions-Flohmarkt anlässlich des IDAHoBIT

Aktions-Flohmarkt am 17. Mai 2019

Der Stadtjugendring Gera lädt am Freitag, 17. Mai 2019 von 14 bis 18Uhr zum Aktions-Flohmarkt anlässlich des IDAHoBIT (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie) auf die Bachgasse in Gera ein. Wir stellen die Tische – ihr den Trödel.

Wir möchten diesen Flohmarkt mit Euch gemeinsam nutzen, um auf die Bedeutung von Toleranz und Antidiskriminierung in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen sowie mit Trödel Spenden für den Christopher Street Day in Gera zu sammeln. Dabei wäre es Euch überlassen, wieviel oder gern auch was ihr dem CSD Gera spenden würdet. Dies kann auch gern eine Aktion am 17. Mai 2019 oder innerhalb der beiden Wochen zum CSD Gera 2019 sein. Fühlt Euch herzlich eingeladen mitzumachen und meldet Euch bitte bis zum 13.05.2019 im SJR Gera unter info@sjr-gera.de an. Ab 13Uhr findet Ihr uns in der Bachgasse zum Aufbau.

Was ist eigentlich der IDAHoBIT?

Erst 1990 strich die WHO Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten (erst 2018 kündigte sie an, auch Transsexualität streichen zu wollen). In Erinnerung an dieses Ereignis findet jährlich am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHoBIT) statt. Rechtspopulistische Kräfte versuchen aktiv, eine Pädagogik der Vielfalt zu verhindern, die Kinder und Jugendliche altersgemäß über verschiedene sexuelle und geschlechtliche Identitäten informiert und Vorurteilen entgegenwirkt. Gewalt, Diskriminierung und Rechtspopulismus dürfen in demokratischen Gesellschaften keinen Platz haben!

Das Recht jedes Menschen, ohne Diskriminierung selbstbestimmt zu leben, wird für queere Menschen täglich in Frage gestellt. Über 70 Länder weltweit verfolgen gleichgeschlechtliche Liebe. Transidenten und Intergeschlechtlichen wird das Recht, ihr Geschlecht selbstbestimmt zu leben, oft mit Gewalt abgesprochen. Das gilt auch für Deutschland.

Text: Vorstand des Stadtjugendring Gera e.V.

 

Strafgefangene spielen Theater

Das Projekt ¡Vorsicht Bildung! feiert am 22. Mai Premiere in Gera

Seit August 2018 besucht Theaterpädagoge Peter Przetak, Leiter der TheaterFABRIK Gera, regelmäßig die JVA Hohenleuben um mit Insassen zu reden, zu spielen und zu arbeiten, die freiwillig an einem Theaterprojekt teilnehmen. Nun münden die Vorbereitungen im Theaterstück „Acting“ mit Vorstellungen am Mittwoch, 22. und Donnerstag 23. Mai jeweils 19.30 Uhr in der Bühne am Park Gera. Die Strafgefangenen treten unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen auf.

Als Teil des Projekts ¡Vorsicht Bildung! – gefördert durch das Bundesprogramm Demokratie Leben – finden im Vorfeld Workshops mit Schülern aus der Ostschule und der 4. Regelschule Gera in der TheaterFABRIK statt, die sich mit den Themen des Stückes von Xavier Durringer auseinandersetzen. Dazu gehören Fragestellungen wie: Wird der Mensch durch Strafe zu einem besseren Menschen? Ist unser Bildungssystem noch zeitgemäß? Wie lässt sich einer Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken?

Im Stück „Acting“ von Xavier Durringer kulminiert die Ausrichtung des Projektes. Hier treffen in einer Zelle zwei (Bildungs-)Welten aufeinander. Der naiv-lebendige Maurersohn Gepetto und der frustrierte Schauspieler Robert begegnen einander über Standes- und soziale Grenzen hinweg, mittels Bildung. Sie werden zu Mitstreitern und sogar zu Freunden. Durch ihre vielseitige Arbeit an Themen mit gesellschaftlicher Relevanz schafft die TheaterFABRIK erneut Möglichkeiten der Begegnung und scheut dazu auch nicht unbequeme Diskussionen und ungewöhnliche Maßnahmen.

Jeweils 15 Minuten vor den Aufführungen findet eine Einführung statt. Im Anschluss wird zur Diskussionsrunde mit den Akteuren eingeladen. Karten für die öffentlichen Vorstellungen „Acting“ sind an der Theaterkasse und unter http://www.tpthueringen.de erhältlich. Tel. 0365-8279105

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Text: Peter Przetak – TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen

Preise für Schülerwettbewerb in Gera verliehen

Gestern, am 7. Mai wurden in Gera die Preise im regionalen Schülerwettbewerb „Demokratie gestalten – aber wie?“ im Geraer Rathaus verliehen.

Der Freistaat Thüringen und das staatliche Schulamt Ostthüringen hatten Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen aufgerufen Zeichnungen, Kunstobjekte, Fotos, Plakate, Aufsätze, Lieder, Gedichte, Hörspiele, Podcasts, Videos, die zur Thematik im laufenden Schuljahr bzw. im Vorjahr entstanden sind, einzureichen.

Das regionale Förderzentrum „Am Brahmetal“ sowie die Pfortener Grundschule und die SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik aus Gera haben jeweils einen 1. Preis und 250€ Preisgeld abgeräumt.

Die Partnerschaft für Demokratie in Gera sagt allen Gewinnern Herzlichen Glückwunsch!

Fotos: J. Hänsel – Stadtverwaltung Gera

Inklusion im Blick – „Demokratie braucht Inklusion“

Zehn Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist die inklusive Gesellschaft mehr Vision als Wirklichkeit. Mehr als Stolpersteine und Stufen trennt eine unsichtbare Barriere in den Köpfen Behinderte und Nichtbehinderte. Die Ausstellung „Inklusion im Blick“ will mit ihren Bildern und Exponaten diese Barrieren abbauen und zur Bewusstseinsbildung im Sinne der UN-BRK beitragen.

In Zusammenarbeit mit dem Thüringer Beauftragten für Menschen mit Behinderung, der Stadt Gera, dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und dem Schuhhaus Peters in Gera hat die Partnerschaft für Demokratie in Gera ein einmonatiges Begleitprogramm zu dieser Ausstellung organisiert.

Informationen zur Ausstellung, zur Auftaktveranstaltung und  dem Begleitprogramm finden Sie hier!

Den Flyer zu den Veranstaltungen können Sie sich hier herunterladen.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden unterstützt von:

1. Mai – wir sind wieder mit dabei!

DGB Gera und Greiz laden zur Mai-Kundgebung nach Gera ein.

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligt sich auch die Partnerschaft für Demokratie in Gera wieder an der 1.Mai-Veranstaltung des DGB auf der Eventfläche vor dem KuK in Gera. Wie zuvor informieren wir die Besucher und Besucherinnen über die Partnerschaft für Demokratie in Gera und die Fördermöglichkeiten von Demokratieprojekten durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und dem Thüringer Landesprogramm „denk bunt“.

Dabei steht auch für uns in diesem Jahr die Europawahl am 26. Mai im Fokus. Dafür konnten wir den Verein „Politik zum Anfassen e.V.“ gewinnen, der mit seinem „WahlFun-Stand“ Lust auf die Wahlen und demokratische Beteiligung machen will. Also kommen Sie gern vorbei und informieren Sie sich.

Hier finden Sie den Artikel der OTZ zu dieser Veranstaltung.