Antisemitismuskritische Bildung

Ansätze, Streiträume, Allianzen – Diskussionsforum

Aktuelle Formen des Antisemitismus ziehen sich durch alle Gesellschaftsgruppen und kommen aktuell immer häufiger zum Tragen. Die überwiegend wissens-basierten Ansätze der Antisemitismusprävention unterschätzten die emotionale Aufladung sowie soziale Verwobenheit des gegenwärtigen Antisemitismus. In den letzten Jahrzehnten entstanden jedoch neue Ansätze, die diese Leerstellen füllen. Antisemitismuskritische Bildung gilt inzwischen als eine übergeordnete Bezeichnung für verschiedene Konzepte antisemitismusbezogener Interventionen. Um eine antisemitismuskritische Perspektive einzunehmen, ist es wichtig anzuerkennen, dass judenfeindliche Positionen oft ungewollt übernommen werden.

Das hauptsächliche Anliegen antisemitismus-kritischer Bildung besteht demzufolge darin, individuelle wie auch kollektive Verstrickungen in antisemitische Dispositionen kritisch zu hinterfragen und auf ihre Dekonstruktion hinzuarbeiten. In diesem Zusammenhang ist auch die Beschäftigung mit Wechselwirkungen zwischen Antisemitismus und Rassismus unerlässlich. Die Veranstaltung schafft einen Diskussionsraum über die Relevanz und Wechselwirkung von Rassismus- und Antisemitismuskritik und stellt die Frage nach Streiträumen und Allianzen zur Debatte.

VERANSTALTUNGSORT: Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt, Augustinerstr. 10, 99084 Erfurt

Eine Online Anmeldung ist ab sofort unter www.zwst-kompetenzzentrum.de/anmeldung-diskussionsforum/ möglich. Den Infoflyer zur Veranstaltung finden sie hier.

Der Eintritt ist frei. Nach dem Gespräch ist ein kleiner Imbiss vorgesehen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Beate Klammt, Projektmitarbeiterin Perspektivwechsel Plus / ZWST e.V.

 

 

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Thüringer Integrationspreis 2018

In diesem Jahr wird der Preis unter dem Motto „Lebensgeschichten – miteinander gestalten“ verliehen. Angesprochen werden damit Initiativen, Netzwerke, private und öffentliche Einrichtungen, die Zugewanderten Raum und Möglichkeit bieten, ihre Lebensgeschichten zu teilen, weiter zu entwickeln und damit Mut und Zuversicht für eine Zukunft und individuelle Perspektiven in unserer Gesellschaft machen.

Bewerbungsschluss ist der 30. April 2018!

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und Bewerbungen für den Thüringer Integrationspreis 2018. Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung im Anhang. Die Ausschreibung sowie das Bewerbungsformular finden Sie auch auf der Homepage der Thüringer Integrationsbeauftragten unter www.thueringen.de/bimf.

Die feierlichen Preisverleihung findet am 22. Oktober 2018 im Augustinerkloster zu Erfurt statt.

Text von: Mirjam Kruppa –  Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge


Die Ausschreibung sowie die Bewerbungsunterlagen können Sie auch hier herunterladen.

Wert(e)voll? – Entdecken. Hinterfragen. Mitgestalten

Das Werte-Projekt des Landesjugendring Thüringen geht in die nächste Runde und ihr könnt euch ab sofort bewerben.

ACHTUNG: Bewerbungsschluss ist der 28.02.2018!

Unter dem Motto „Wert(e)voll? – Entdecken. Hinterfragen. Mitgestalten.“ können 2018 erneut Jugendgruppen aus Thüringen mit jungen Menschen im Alter von 14 – 20 Jahren auf eine Wertereise gehen. Dabei setzen sie sich mit ihren eigenen und den Werten ihrer Mitmenschen auseinander, gestalten kreative Aktionen und entwickeln Botschaften für ihren Ort. In diesem Jahr steht das Thema „Beteiligung vor Ort“ im Fokus.

Das Jugendprogramm folgt der Idee,

  • Jugendliche und Erwachsene in den direkten Austausch zu bringen,
  • ein interessantes und kreatives Angebot zum Thema Wertekommunikation in den Regionen umzusetzen,
  • in den Regionen Werte-Diskussionen sichtbar zu machen und diese mit den Sichtweisen junger Menschen zu bereichern und
  • Jugendliche als gestaltende Akteure des Gemeinwesens zu stärken.

Das Jugendprogramm richtet sich an Träger der Jugendhilfe und Schulen.  Die Jugendgruppen erhalten für ihre Projektarbeit 1.250 Euro finanzielle Unterstützung zur freien Verwendung. Zudem werden sie durch den Landesjugendring Thüringen e.V. fachlich begleitet.

Alle weiteren Informationen entnehmt ihr bitte der beiliegenden Ausschreibung.

Außerdem findet ihr hier das Bewerbungsformular sowie einen Handzettel für die Jugendgruppen.

 

 

 

Neben den Gleisen

Film & Gespräch mit Regisseur Dieter Schumann

Boizenburg ist eine kleine Elbestadt in Mecklenburg-Vorpommern. Mitten auf dem Bahnhofsvorplatz steht ein in die Jahre gekommener Kiosk, der von 5.00 bis 22.00 Uhr geöffnet hat. Er dient aber auch als Stammkneipe für Schichtarbeiter aus den Schlachthöfen, Arbeitslose, Taxifahrer und Rentner. Ende 2015 kommen am Bahnhof Tausende Flüchtlinge an, die ins nahe gelegene Erstaufnahmelager wollen. Die Stammgäste, die normalerweise hier Bier trinken und Fußball schauen, fangen an, über Politik zu diskutieren und ihre eigene Situation zu reflektieren. Wir treffen auf einen besonderen Moment, wo sie uns Einblicke in ihren Lebensalltag gewähren und über ihre Frustrationen und Hoffnungen reden.

Die Veranstaltung findet am 7. März 2018, 18:00 Uhr im Metropol Kino in der Leipziger Str. 24 in Gera statt. Eintritt: 6 € (ermäßigt 4 €) Anmeldung und Kartenreservierung: Kinokasse: 0365 20448460, Mail: info@metropolkino-gera.de

Einer Veranstaltung des Metropol Kino Gera und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

Den Flyer zur Veranstaltung gibt es hier:

 

Philosophische Abend

Zum zweiten Mal lädt der Jugendrat Gera zu einem philosophischen Abend ein. Der Philosophische Abend bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen über bestimmte Themen zu diskutieren und sich auszutauschen. Während beim letzten Mal das Thema „Liebe“ thematisiert wurde, steht diesmal der „Glaube“ in allen seinen Formen und Facetten im Vordergrund.
Wir haben uns gezielt einige prägende und bekannte Denker herausgesucht, die in ihrer Arbeit verschiedene Standpunkte zum Thema „Glaube“ vertreten, was uns dabei hilft eine breite und gefächerte Diskussion aufzubauen.
Speziell dafür eingeladen ist Pfarrer Dr. Frank Hiddemann (evangelischer Pfarrer aus Gera), der uns an diesem Abend begleiten wird. Wie auch beim letzten Mal ist jeder eingeladen, egal welchen Alters. Kommt vorbei, bringt Eure Familie und Freunde mit und genießt einen gemütlichen Abend mit uns.
Wir freunen uns auf euch!
26.01.2018 ab 19 Uhr
Clara-Zetkin-Str. 1
07545 Gera

Das neue Jahr geht gleich gut los!

Fördermittel für Demokratieprojekte in Gera beantragen

Ab sofort bis zum 19. Januar 2018 können wieder Vereine, Verbände, Initiativen und Träger  in Gera, Ihre Projektideen zur Förderung von Mitbestimmung und Stärkung der toleranten Gesellschaft einreichen. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Landesprogramm „denk bunt“ haben für 2018 Mittel zur Förderung von Demokratieprojekten in Gera fest zugesagt. Deshalb startet die Partnerschaft für Demokratie schon jetzt die erste Ausschreibung zur Projektförderung 2018 in Gera.

Auf der Internetseite www. exkosgera.wordpress.com unter DOWNLOADS ist das Antragsformular zur Durchführung eines Einzelprojektes zum Herunterladen und ausfüllen vorbereitet. Den digital ausgefüllten Antrag und Finanzplan bis zum 19. Januar 2018 per Email an exkos-gera@gmx.de senden. Nach dem Versand den Antrag bitte ausdrucken und unterschrieben per Post senden an: Heike Födisch – FD Kinder- und Jugendhilfe – Lokale Koordinierungsstelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – Gagarinstraße 99-101, 07545 Gera. Die eingereichten Anträge werden dann am 30. Januar 2018 durch den Begleitausschuss für die Partnerschaft für Demokratie in Gera (BgA) in seiner nächsten Sitzung beraten.

Informationen sowie die Förder- und Rahmenbedingungen für die Durchführung von Projekten in der Partnerschaft für Demokratie in Gera, finden Sie auf unserer Webseite http://www.exkosgera.wordpress.com. Sollten Sie weiter Fragen haben kontaktieren Sie uns per Email an die exkos-gera@gmx.de oder telefonisch unter 01525 29 61 041.

Die Partnerschaft für Demokratie in Gera wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ sowie durch Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“

Seven Sins – ein sündhafter Reigen

Premiere am 1. Dezember in der Theaterfabrik Gera 20 Uhr

Als man den Menschen mit der Hölle noch Angst machen konnte, waren die Sieben Todsünden für die katholische Kirche ein probates Mittel, um dem Homo Sapiens Angst einzujagen und ihn zu moralisch vertretbarem Verhalten zu veranlassen.
Heute allerdings wird mit dem Motto „Geiz ist geil“ geworben, Neid wird zu einer Charaktereigenschaft, die vermeintlich den Menschen antreibt und Hochmut dient dazu die eigenen Abgründe schlicht nicht wahrhaben zu wollen und keiner muss deshalb mehr den Ort der Finsternis fürchten.

Das buntgemischte Ensemble der TheaterFABRIK im Alter von 16 – 57 Jahren unter der Regie von Nanna Przetak hat sich die sieben Todsünden vorgenommen, diese auf die heutige Lebenswirklichkeit bezogen und auf den Prüfstein gelegt. Das Ergebnis ist ein „sündhafter Reigen“ wie es im Untertitel heißt. Ein Reigen, der das Ringen um Glück und die Unmöglichkeit Mensch zu sein, mal humorvoll, mal ernst, mal übertrieben darstellt, um dann die gewonnenen Erkenntnisse im nächsten Augenblick wieder zu verwerfen.
Mit Mitteln des Bewegungstheaters, klassischem Schauspiel und mit eindrücklichen Bildern versehen, erwartet den interessierten Zuschauer ein Abend voller Fragen, deren Beantwortung das Ensemble der TheaterFABRIK, nach eigener Aussage, „vertrauensvoll in die Hände des Publikums legt“.

Text: Theaterfabrik Gera von Theater & Philharmonie Thüringen

weiter Vorstellungen:

Sa 02.12.2017 / So 03.12.2017 / Fr 08.12.2017 / Sa 09.12.2017 / So 10.12.2017

jeweils 20:00 Uhr in der Tonhalle Gera

Weihnachtsbacken „Miteinanders für Gera“ in Rubitz gestartet

Am 25.12.2017 backte der Begleitausschuss für die Partnerschaft für Demokratie und die Bäckerei Möbius zum ersten Mal gemeinsam mit Kindern Geras.

80-100 Geraer Bürger ergriffen das kostenlose Backangebot. Eltern, Kinder, Großeltern, Freunde und die Fraktion „Liberale Allianz“ nutzten die Gelegenheit miteinander zu backen und um sich einander und den Ortsteil näher kennen zu lernen. Nicht nur Ortsteilbürgermeister Norbert Geißler, sondern auch die Bäckerei Möbius und die Mitglieder des Begleitausschusses freuten sich über die überwältigende Anwesenheit zahlreicher kleinen und großen Gäste aus allen Ortsteilen der Stadt.

 

Die vorweihnachtliche Atmosphäre, das gemütliche Ambiente und das wertschätzende Miteinander begeisterten. Über Inhalte zum Bundesprogramm wurde informiert. Kinderherzen lachten und damit ist ein guter Auftakt für die nächsten zwei Wochen des „Miteinaders Backen für Gera“ gestartet, welches vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ und des Landesprogramms „Denk bunt“ gefördert wird, um die Partnerschaft für Demokratie auch in der ländlichen Region Geras zu etablieren.

Wir wünschen allen Geraern eine schöne Weihnachtszeit.

 

Fernseh-Talk: Menschenrechte und Islam

Menschenrechte sind unteilbar

Menschenrechte sind universelle Rechte. Sie sind jedem Menschen aufgrund seines Menschseins immanent. Sie schützen die Würde jedes Einzelnen unabhängig von Religion, Geschlecht, Hautfarbe oder Nationalität. Demgegenüber gilt in der islamischen Welt die Scharia als Grundlage der Menschenrechte. Das betont ausdrücklich die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Sie ist aktuell die einflussreichste islamische Menschenrechtserklärung, wird jedoch nicht von allen islamischen Ländern akzeptiert. Die Scharia regelt mit ihren Normen und Anweisungen alle Lebensbereiche der islamischen Gesellschaft.

In unserer Talkreihe „Kulturstreit – Streitkultur“ geht der Moderator Ramon Seliger mit seinen Gästen der Frage nach, wie sich unser Alltag verändert, wenn immer mehr muslimische Geflüchtete nach Deutschland kommen. Welche Auswirkungen haben unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und Unterschiede in den Konfessionen auf das Zusammenleben von Muslimen, Christen und Atheisten im Arbeitsleben, in Bildungseinrichtungen und in der Alltagskultur? Wie vereinbaren sich orthodoxer und liberaler Islam überhaupt mit unserer demokratischen Gesellschaft? Was ist für uns dabei nicht verhandelbar und wo kollidieren religiös begründete Rechte mit dem Verständnis einer säkularen Gesellschaft. Inwieweit ist gerade auch die Scharia mit den geltenden Standards der Menschenrechte vereinbar? Und wo brechen Konflikte zwischen Islam und offener Gesellschaft auf, und wie wären sie zu lösen?

Dienstag 12.12.2017 – Bühne am Park Gera 18:30 Uhr – Einlass und Musik – 19:00 Uhr Podiumsdiskussion – Eintritt frei

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird durchgeführt von Bürgerradio Lotte Weimar e.V.

„Topografie des Rechtsextremismus“

Vorstellung sowie Diskussion

Die „Topografie des Rechtsextremismus“ wurde auf Grundlage Ihrer Anmerkungen in einer ersten Veranstaltung im Sommer sowie weiterführender Gespräche mit ezra und MOBIT überarbeitet. Frau Dr. Schmidtke und Herr Dr. Salheiser vom Kompetenzzentrum Rechtsextremismus der Friedrich-Schiller-Universität Jena werden zur Veranstaltung den aktuellen Stand der „Topografie des Rechtsextremismus“ vorstellen. Eine öffentliche Präsentation ist für Anfang 2018 geplant.

am 28. November 2017 von 13:00 Uhr – 15:00 Uhr im das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (Raum 401)