Gera kann Queerer – Toleranz braucht (D)ein Gesicht!

Unter diesem Motto organisiert der Verein Stadt.Zeit e.V. 2018 erstmals den Christopher Street Day in Gera. Begleitend zu diesem Event wurde eine ganze Themenwoche vom 24. bis 29. September  organisiert die mit ein Straßenfest und dem CSD-Umzug abschließt.

Das ganze Programm finden Sie Flyer CSD.

 

 

 

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Ich war fremd – und ihr habt mich nicht aufgenommen!

Diesen Satz sagt Jesus zu einer Gruppe von Leuten, die wissen wollen, warum sie ins ewige Feuer geworfen werden. Der biblische Befund zum Umgang mit Flüchtlingen bzw. Fremden ist recht eindeutig. Die Pfarrerstochter Angela Merkel dachte deshalb 2015 nicht lange nach und öffnete die Grenzen. Deutsche applaudierten, als die Züge mit den Geflüchteten auf den Bahnsteigen ankamen, Deutsche begannen auch, gegen die Einrichtung von Erstaufnahmeeinrichtungen zu protestieren und sie zu bedrohen. Seitdem ist eine gesellschaftliche Spaltung entstanden, die ich persönlich so noch nicht erlebt habe. Die AfD hat wie keine andere Partei die Flüchtlingsfrage aufgegriffen und als politisches Thema etabliert.
 
In unserer fünften Diskussion mit der AfD greifen wir dieses Streitthema auf. Dr. Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Voelker ist unser Experte. Freitag Abend wird er seine eigene Fluchtgeschichte kurz erzählen und beschreiben, worauf es jetzt in der Asylpoitik und bei der Zuwanderungsfrage ankommt. Auf ihn antworten Dr. Robby Schlund (MdB der AfD) und Frank Tempel (Die LINKE). Ich rechne mit unterschiedlichen Positionen und einer leidenschaftlichen Diskussion auf dem Podium und im Publikum.
 
Kurz vorher wird es in Gera eine Thuegida-Demonstration geben. Die Gegenkundgebungen beginnen mit einem Friedensgebet in der Kirche St. Trinitatis um 17.30 Uhr. Wir beginnen später als gewohnt um 19.30 Uhr, so dass beide Formen, demokratische Kultur zu zeigen, neben einander und nach einander möglich sind: Die Trillerpfeife und der Dialog.
Unser Programm-Faltblatt für die Reihe „Politikfelder der AfD“ mit allen Terminen und Referenten finden Sie hier.  Unser Jahresprogramm können Sie hier aufklappen.
Und herzlichen Dank für die Unterstützung an das Bundesprogramm „Demokratie leben!“!
Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

„Unsere Alternative ist Solidarität!“

Unter diesem Motto ruft das Aktionsbündnis Gera gegen Rechts für den 21.09.2018 zum Protest einen Aufzug von Thügida in Gera auf.
Mitanmelder ist kein unbekannter Neonazi, David Köckert. Genau jener, der am Sonntag (09.09.) als Redner in Köthen den aufgebrachten rechten Mob mit Äußerungen, wie: „Rassenkrieg, wir werden sie zerfetzen, wenn wir an die Macht kommen“oder „Auge um Auge, Zahn um Zahn, lauert Politikern und Migranten zuhause auf“ den Mob noch mehr anheizte.
Nun soll also Gera Schauplatz dieser Nazihetze werden. Diesem wollen wir nicht den öffentlichen Raum überlassen und rufen auf, beteiligt Euch an einer Kundgebung auf dem Museumsplatz ab 17.30 Uhr in Gera. Zeigen wir gemeinsam, das dies nicht ohne wiederspruch hingenommen wird.
Aufruf und Text: Aktionsbündnis Gera gegen Rechts

ZITATENSTRASSE – Mitbestimmen im Leben, Arbeit, Schule und Politik!

vom 21. September bis 3. November 2018 in der Schloßstraße in Gera

Am 21. September um 14 Uhr laden wir recht herzlich zur Eröffnung der Zitatenstraße in die Schloßstraße, Ecke Bachgasse ein und freuen uns auf interessante Diskussionen. Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der Initiative für soziale Gerechtigkeit Gera e.V. und dem Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes Gera.

“Die entscheidende Frage für uns und unsere Bewegung ist: Sind wir Objekt, Spielball in der turbulenten Entwicklung der gesellschaftlichen Kräfte, oder Subjekt, handelnde und gestaltende Kraft.” Otto Brenner (1907-1972)

Bis zum 3. November besteht die Möglichkeit, sich die Zitatenstraßen in der Schlossstraße genauer anzuschauen in Ruhe allein oder auch gemeinsam mit anderen bei einem gemeinsamen Ausflug. In dem Ausstellungszeitraum werden verschiedene Veranstaltungen stattfinden über die wir zeitnah informieren werden.

Gemeinsam stellen verschiedene Partner aus Gera in einem Projekt Zitate zum Thema Mitbestimmung vor, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen sollen.

Den Informationsflyer gibt es hier.

Text: DGB Thüringen

Die Häselburg: Ein neues Kunst- und Kulturzentrum für Gera

Hörtipp! „MDR KULTUR trifft“ Dr. Claudia Tittel

Jeden Samstagvormittag stellt MDR KULTUR Menschen vor, die einen Beitrag zum kulturellen Leben Mitteldeutschlands leisten, wie z.B. den Regisseur Andreas Dresen oder die Porzellandesignerin Barbara Schmidt. In der letzten Woche war Dr. Claudia Tittel, Kunst- und Medienwissenschaftlerin an der Bauhaus-Universität Weimar und Initiatorin der Häselburg zu Gast. Den Artikel zum Nachlesen und das gesamte Interview streamen, können Sie auf der Seite von MDR Kultur. Hier anklicken.

Museumsnacht in der Häselburg

am 31.08.2018 ab 18 Uhr Ausstellung_VonMenschZu Mensch_A4

Im Rahmen der 20. Geraer Museumsnacht lädt die Häselburg zu einem Besuch in die Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst (Burgstr. 12) ein. Die aktuelle Ausstellung „Arbeit am Mythos. Orient und Okzident“ kann ab 18 Uhr besichtigt werden.

Führungen finden jeweils um 19 und 21 Uhr statt.

Um 20 Uhr gibt der syrische Musiker Sarmad Alabed Almajid ein Konzert mit seiner Oud, einer traditionellen orientalischen Laute.

Wir freuen uns auf Sie!

Text: Häselburg

Letzte Chance für 2018

Förderanträge bis zum 21. September 14.00 Uhr einreichen

In der letzten Sitzung des Begleitausschusses der Partnerschaft für Demokratie in Gera wurden wieder zwei Projektvorhaben zu Demokratieförderung durch das Bürgergremium bewilligt. Neben einer Zukunftswerkstatt für den Ortsteil Liebschwitz wird auch das Geschichtsprojekt des Computertreff Gera e.V. gefördert. Somit sind in diesem Jahr bereits 15 Projekte zur Demokratieförderung bewilligt worden.

Es stehen noch ca. 11 Tausend Euro im Aktions- und Initiativfond bis zum 31.12. diesen Jahres zur Verfügung. Deshalb rufen wir erneut alle Vereine, Verbände, Initiativen und Träger in Gera auf, ihre Projektideen zur Förderung von Mitbestimmung und Stärkung einer toleranten Gesellschaft bis zum 21. September 2018, 14 Uhr im Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe Gera einzureichen.

Das Antragsformular zur Durchführung eines Einzelprojektes kann auf der Internetseite www.exkosgera.wordpress.com unter DOWNLOADS „Projekte der PfD“ herunter geladen werden. Auch finden Sie dort den auszufüllenden Finanzplan sowie weitere Informationen. Den digital ausgefüllten Antrag und Finanzplan einfach bis zum 21. September 2018, 14 Uhr per Email an Foedisch.Heike@gera.de senden.

Nach dem digitalen Versand den Antrag bitte ausdrucken und unterschrieben per Post an: Heike Födisch – FD Kinder- und Jugendhilfe – Lokale Koordinierungsstelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – Gagarinstraße 99-101, 07545 Gera senden.

Die eingereichten Anträge werden dann am 25. September 2018 durch den Begleitausschuss für die Partnerschaft für Demokratie in Gera (BgA) in seiner Sitzung beraten.

Der brave Flüchtling integriert sich

So lesen wir es in der Zeitung, sehen wir es in der Tagesschau und hören es auf den Marktplätzen unserer Kultur. Das Volk Israel hat nie daran gedacht, sich zu integrieren. Als das ganze Volk nach Babylon verschleppt wurde, gab es einen ungeheuren Integrationsdruck, und statt zu vergessen und sich anzugleichen, entwickelte Israel eine Differenzkultur und begann alles aufzuschreiben, was sie über Ihren Gott wussten. Dann kamen sie zurück in die Heimat. Das war gleichzeitig ihr Land der Verheissung. Die biblischen Bücher Esra und Nehemia schildern diese Zeit. Die Tempelgeräte werden wiedergefunden. Der Kult wird wieder eingerichtet. Israel ist zurück im eigenen Land. Begeisterung! Aber auch die Feststellung: „Wir sind nicht allein!“

Wie ist es, fremd im eigenen Land zu sein? Und was macht man dann? Diesen Fragen geht die Kirchenrätin Charlotte Weber nach. Natürlich wirft sie Seitenblicke ins Heute. Sie leitet das Ökumene-Referat im Erfurter Landeskirchenamt und wird einen ökumenischen Gast mitbringen. Er heißt Stephen Gill und kommt aus Pakistan. Er ist Katholik und gehört damit in seinem Heimatland zu einer wenig angesehenen Minderheit. Er wundert sich, dass im Christlichen Abendland die Christen inzwischen auch nur eine Minderheit sind. Sein Vater ist Koch, besucht ihn gerade und wird uns ein paar kulinarische Proben seines Könnens servieren. Marion Franke (Flöten) und Ina-Mohn-Engel (Orgel) machen die Musik. Sie sollten auch kommen!

Wann und wo das überhaupt stattfindet? Am 2. September 2018 um 17 Uhr in der Thieschitzer Kirche (Am Gipsbruch 4, 07548 Gera).

Hier können Sie das Programm-Faltblatt der gesamten Reihe herunterladen.

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Ausstellung „Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“

im Stadtteiljugendtreff Debschwitz in der Heinrich-Heine-Str. 2, 07548 Gera

Vom 31. August bis 14. September 2018

Im Rahmen der Förderung des Bundesprogrammes „Demokratie leben“, Landesprogrammes „Förderung der lokalen Partnerschaft für Demokratie“, sowie der Stadt Gera wird in Kooperation mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, dem Verein Menschen in Aktion e.V. und dem Streetwork GERA e.V., die Wanderausstellung „Geschichte der repressiven Heimerziehung in der DDR“ im Stadtteiljugendtreff Debschwitz präsentiert.

Ziel ist es mit der Bevölkerung aber vor allem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Austausch zu treten, ihnen die Möglichkeit der geschichtlichen Aufarbeitung bzw. Auseinandersetzung zu bieten oder auch einen ersten Einblick zu gewährleisten.

Am 31. August 2018 findet die Eröffnung der Ausstellung von 18:00 Uhr bis 00:00 Uhr im Stadtteiljugendtreff Debschwitz statt.

Die Ausstellung ist vom 03. Bis 14. September zu besichtigen. Montag bis Freitag ab 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr steht sie für Schulklassen zur Verfügung. Ab 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Samstag, den 08. September, ist die Ausstellung von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Im Rahmen der Ausstellung werden verschiedene Veranstaltungen, wie Lesungen, Zeitzeugengespräche und Filmvorführungen stattfinden.

Genau Termine der Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Tagespresse oder auf unserer Facebook-Seite „Stadtteiljugendtreff Debschwitz“.

Der Eintritt ist frei!

Ansprechpartner:  Juliane Bahr (Streetworkerin)
E-Mail: juliane-1991@gmx.de / Tel.: 0157 30 44 52 39
Adresse: Stadtteiljugendtreff Debschwitz / Heinrich-Heine-Str. 2 / 07548 Gera 

Das Begleitprogramm gibt es hier zum Download.

Einladung zum Vortrag: Der Traum vom Exotischen

Der Orient in Gemälden der europäischen Kunstgeschichte

mit Dr. Claudia Tittel, Kunstwissenschaftlerin 

Dienstag,  28.08.18 um 19 Uhr
Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst
Häselburg Gera

In zahlreichen Gemälden der europäischen Kunstgeschichte schmückten die Maler ihre Gemälde mit orientalisierendem Dekor, erzählten Geschichten von armen, aber ursprünglichen Gesellschaften, von fliegenden Händlern, wunderschönen Frauen und reichen Herrschern des Nahen Ostens. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde der Orient zur Projektionsfläche für zumeist männliche Phantasien. Ein beliebtes Motiv war der Harem als Ort des überbordenden Luxus und der freien Sexualität.
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Bild, das europäische Künstler wie Eugène Delacroix oder Jean-Auguste Dominique Ingres vom Orient zeichneten – eine mysteriöse Welt angeregt von den Geschichten aus 1001 Nacht, die die Phantasie der Europäerinnen und Europäer beflügelte.

Dr. Claudia Tittel studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin sowie an der Université Panthéon-Sorbonne in Paris. Sie promovierte an der Humboldt-Universität Berlin und ist seit 2009 an verschiedenen Universitäten wie z.B. der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Bauhaus-Universität Weimar tätig. Zurzeit ist sie Research Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar. Neben ihrer Lehrtätigkeit kuratierte sie Ausstellungen im In- und Ausland, so z.B. an der Akademie der Künste Berlin, der Nationalgalerie Vilnius, dem Klinger-Forum Leipzig, der Klassikstiftung Weimar und seit 2012 auch hier in Gera. Zurzeit sind die Ausstellungen „Arbeit am Mythos. Orient und Okzident“ in der Häselburg und „Volker Regel. Out of Paper“ in der Orangerie in Gera zu sehen.
Text:  KiM Kultur in Mitteldeutschland gGmbH