Neue Gelder für neue Demokratieprojekte 2019

Das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und das Programm des Freistaates Thüringen „Denk bunt“ stellen für Demokratieprojekte 2019 in Gera wieder über 50T€ zur Verfügung. Die Partnerschaft für Demokratie in Gera ruft deshalb Vereine und Initiativen auf, sich mit vielfältigen, interessanten und spannenden Projekten 2019 zu beteiligen. Dafür hat sich die Partnerschaft folgende Ziele gesetzt, denen die Projekte zu zugeordnet werden müssen.

Leitziel 1: Gera ist eine tolerante, weltoffene und lebendige Stadt. Sie fördert und unterstützt gemeinsam Aktionen und Projekte mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und dem Landesprogramm „Denk bunt“. Dabei ist der Umgang mit den digitalen Medien verstärkt in den Projekten der Partnerschaft zu fördern.

Leitziel 2: Gera ist eine vielfältige Stadt. Diese Vielfalt sichtbar zu machen und aktiv auszubauen ist Aufgabe der Partnerschaft für Demokratie.

Leitziel 3: Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen beteiligen sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gera generationsübergreifend und aktiv an lokalen, zivilgesellschaftlichen Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen.

Leitziel 4: Es gilt Identität als zentrale Kategorie des Geschichtsbewusstseins und der Demokratiebildung zu entwickeln und zu fördern.

Das Antragsformular zur Durchführung eines Einzelprojektes kann auf der Internetseite http://www.exkosgera.wordpress.com unter DOWNLOADS „Projekte der PfD“ ab dem 01.01.2019 heruntergeladen werden. Auch finden Sie dort den auszufüllenden Finanzplan sowie weitere Informationen.

Den digital ausgefüllten Antrag und Finanzplan einfach bis zum 21. Januar 2019, 14 Uhr per Email an: Foedisch.Heike@gera.de senden. Nach dem digitalen Versand den Antrag ausdrucken und unterschrieben per Post an: Heike Födisch – FD Kinder- und Jugendhilfe – Lokale Koordinierungsstelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“ – Gagarinstraße 99-101, 07545 Gera senden.

Die eingereichten Anträge werden dann am 29. Januar 2019 durch den Begleitausschuss der PfD beraten und entschieden. Für Fragen wenden Sie sich bitte ab dem 07.01.2019 bei der lokalen oder externen Koordinierungsstelle beraten lassen.

Advertisements

Der Geraer Stadtrat schiebt sich ins Finale

In der zweiten Runde beim Eisstockschießtunier „Miteinanders auf dem Eis“ siegte am 4. Dezember die Mannschaft des Stadtrats Gera gegen die Auswahl des Begleitausschusses der PFD, des Jugendrates und des Fachdienstes Kinder- und Jugendhilfe. Beim frostigen Vergnügen auf der Eisbahn am Geraer Winterdorf und zieht der Stadtrat nun als 3. Mannschaft ins Finale am 18. Dezember ein.

 

In der ersten Runde dieses Turniertages konnte sich bereits die Mannschaft des Jugendclubs C-One gegen die Auswahl des Skateparks, des Haus Emmaus und des Kinder- und Jugendzentrums Bumerang durchsetzen. Mit der Gewinnermannschaft der Auftaktveranstaltung, dem RSV Blau-Weis Gera e.V. stehen nun die ersten drei Finalisten fest.

Am 10. Dezember wird in der letzten Vorrunde von 17 – 18 Uhr die beste Mannschaft der Schulen in Gera gesucht. Die Gewinner ziehen dann am 18. Dezember ins Finale ein. Bei hoffentlich besten Eisstockschießwetter werden wir die Besten der Besten küren. Trotz des Wettbewerbs steht das  Motto „Miteinanders auf dem Eis“ – gemeinsam Spaß haben für den ausrichtenden Begleitausschuss für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in Gera im Vordergrund.

Eröffnung der Ausstellung „30 Jahre friedliche Revolution“

Der Förderverein der staatlichen Berufsbildenden Schule Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera lädt Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung„30 Jahre friedliche Revolution“ ein.

Diese findet am 18. Dezember 2018 um 12:00 Uhr im Speisesaal der SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera, Maler-Fischer- Straße 2, 07754 Gera statt. Wir sind stolz, den Leipziger Karikaturisten Achim Jordan gewonnen zu haben uns seine Werke aus der Wendezeit zur Verfügung zu stellen und diese 30 Jahre nach diesem Ereignis an unserer Schule präsentieren zu können.

Achim Jordan arbeitete in der DDR als Karikaturist für die Leipziger Volkszeitung. Immer wieder auf’s Neue versuchte er die Themen der Zeit kritisch an den Leser zu bringen, was auf Grund des Machtapparates der SED oft nicht oder nur eingeschränkt im Rahmen von Ausstellungen möglich war. In der Zeit der Wende nutzte er gemeinsam mit seinem Kollegen Karl-Heinz Guckuk die Schaufenster des Ateliers der Zeitung in der Leipziger Härtelstraße um aktuelle Karikaturen zu präsentieren, die größtenteils nicht veröffentlicht wurden. Auf diesem Wege stellten die beiden wirkungsvoll Öffentlichkeit her.

Die Mitarbeiter des MfS standen auch einmal in und viele Leipziger interessiert vor der Tür. Die einen um die Arbeiten für ihre Zwecke zu dokumentieren, die anderen um sich kurz vor den Montagsdemos zu informieren. Heute befinden sich die Originale dieser zeitgeschichtlichen Zeugnisse im Deutschen Museum in Bonn. Kopien davon und die anderen Arbeiten des Künstlers werden im Satiricum in Greiz aufbewahrt, wo sich Achim Jordan immer noch aktiv mit kritischen politischen Karikaturen zu aktuellen Themen in Ausstellungen einbringt.

Die Schüler der Fachrichtung Sozialassistenten stellten diese Ausstellung zusammen, um so die Möglichkeit zu bieten, sich im 30. Jahr nach der friedlichen Revolution mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Damit ist nicht nur für unsere Schüler eine Möglichkeit eröffnet sich mit konkreten Ereignissen und Beispielen einiger ehemaliger Akteure zu befassen. Die Jugendlichen finden so einen Bezug zu unserer jüngeren Geschichte und werden in die Lage versetzt, Vergangenheit zu deuten und heutiges Zeitgeschehen zu verstehen.

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme bis zum 15.12.2018 unter Tel.: 0365 4207733.

Die Einladung finden Sie hier.

Text: Andrea Fischbach

Turnier Eisstockschießen stärkt Gemeinschaftsgefühl

Die Partnerschaft für Demokratie hat gestern am 27.11.2018 um 17:00 Uhr das erste Turnier auf der Eislaufbahn vor dem KuK gestartet.

Die Aktion „Eisstockschießen“ bietet im Rahmen eines öffentlichen Turniers die Möglichkeit ungezwungen mit den Mitmenschen unserer Stadt ins Gespräch zu kommen. Es geht darum, den Sport gemeinschaftlich zu erleben und das Fair Play zu fördern.

Als Mannschaften traten an: der GVC, der JFC Gera, der RSV Blau Weiß Gera und eine gemischte Mannschaft aus Vertretern des TSV 1880 Gera-Zwötzen (Abt. Bowling), des GVC, des 1. SV Gera und des Radfahrerklub Solidarität 1885 Gera. Die Zuschauer, die unserer Aktion beiwohnten umjubelten jede Mannschaft und waren eine starke Unterstützung für alle Beteiligten. „Die Begeisterung untereinander war mitreißend“, äußerte Heike Födisch, Mitarbeiterin des Fachdienstes Kinder- und Jugendhilfe und der lokalen Koordinierung .

Schiedsrichter waren Martina Schütz von der Geraer Sportjugend und Mitglied des Begleitausschusses sowie Sybille Thomae, von der Externen Koordinierungsstelle für die Partnerschaft für Demokratie. Der Sieger der 1. Vorrunde nach Punkten ist die Mannschaft des RSV Blau Weiß Gera e.V. und zieht damit ins Finale am 18.12.2018 ein. Gratulation!

Ziel für die Aktion ist das Bundes- und Landesprogramm, und der daraus resultierenden Möglichkeiten, bekannter zu machen, für neue und alte Akteure in der „Partnerschaft für Demokratie“ in Gera zu gewinnen, um letztlich ein liebens- und lebenswertes Miteinander in unserer Stadt zu fördern. Deswegen gibt es keine Verlierer, sondern nur Gewinner. Das Turnier im Eisstock-schießen bringt Menschen zusammen; es wirbt für Demokratie leben und ein offenes Denken.

„Zukunftslichter“- Adventsfest

Am 02.12.2018, pünktlich zum 1. Advent, ab 15.00 Uhr auf dem Liebschwitzer Busplatz.

Für das leibliche Wohl, mit Glühwein, Kinderpunsch, Roster und Steaks ist gesorgt. Eine Plätzchenbäckerei, Weihnachtsbasteln, weihnachtliche Musik und unser Adventsschmuckverkauf sorgen für besinnliche Stimmung.

Ab 15.30 Uhr zeigen die „Wipsezwerge“ ihr weihnachtliches Programm.
Ab 16.00 Uhr kommt dann der Weihnachtsmann mit kleinen Aufmerksamkeiten für alle Kinder. Ab 18.00 Uhr geht’s los zum Lampionumzug. Bitte bringt euch dafür euren Lampion mit!!!

Der Liebschwitz e.V. unterstützt das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz und würde sich über Eure finanzielle Beteiligung freuen! Dafür wird eine Kasse bereitstehen.

Text: Liebschwitz e.V.

Ein Erbe antreten

Das geht im Erbrecht nur so: Entweder man nimmt das Erbe an. Dann muss man auch die Schulden übernehmen, die der Verstorbene aufgehäuft hat. Oder man lehnt das Erbe ab. Dann entgehen einem aber auch die Werte, auf die man rechtlich Anspruch erheben darf. Übertragen wir diese Logik auf die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit unseres Volkes, können wir nur auf die Sprache eines  Martin Luther oder Heinrich Kleist stolz sein, wenn wir auch wissen, wie Joseph Goebbels sprach. Das deutsche Erbe ist widersprüchlich. Wie erinnern wir uns, wenn wir es annehmen?

In unserer Diskussionsreihe „Deutschland zuerst?“, die sich mit den politischen Themen der AfD befasst, findet in dieser Woche die Abschlussveranstaltung statt. Unter dem Titel „Stolz auf Deutschland. Schuldkult oder Vergangenheitsbewältigung?“ werden viele Gesprächsstränge zusammengeführt.

Wir laden für Freitag, den 23. November 2018 um 19 Uhr ins Untermhäuser Lutherhaus ein. Unser Experte Dr. Per Leo (Berlin) ist Mitautor des Spiegelbestsellers „Mit Rechten reden“ und Kenner des Weimarer Konservatismus. Seine Dissertation über Ludwig Klages wurde ausgezeichnet. Stephan Brandner (Gera/Berlin) ist Vorsitzender des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages und vertritt die Positionen der AfD. Der Landesvorsitzende der Jungen Union in Thüringen Stefan Gruhner (CDU) ist sein Widerpart. (Ministerpräsidentin a.D. Christine Lieberknecht musste leider wegen eines Todesfalles im engsten Familienkreis absagen.)

Unser Programm-Faltblatt für die Reihe „Politikfelder der AfD“ mit allen Terminen und Referenten finden Sie hier:

Herzlichen Dank für die Förderung und Begleitung an das Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Tag der Demokratie in Gera

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, das man eine hat.“ Heinrich Heine

Unter diesem Motto laden wir Sie rechtherzlich am 14. November zum Tag der Demokratie in Gera ein.  Die Stadt Gera engagiert sich seit 2010 für ein buntes, weltoffenes, demokratisches Miteinander. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit möchten wir ganz herzlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände, Initiativen und Einrichtungen einladen, diesen Prozess weiter gemeinsam in Gera zu gestalten.

Workshops:
Gemeinsam wollen wir an diesem Tag in einen Dialog zwischen Bürger/innen, Kommunalpolitiker/innen, Engagierten und Nachbar/innen gehen und unsere Ziele und Strategien für die lokale Demokratieförderung weiter entwickeln.

Workshop 1
12:00 – 14:30 Uhr und 15:00-17:30 Uhr –
Die Psychologie hinter Hassreden (Hatespeech)
In dem Workshop erhalten Sie eine Anleitung zum Vorgehen bei toxischem Feedback (Betroffene und Community Management) sowie ein 20-seitiges Strategiehandout mit detaillierten Anleitungen zur psychischen Abgrenzung von Hatespeech und gewalthaltiger Kommunikation. Dipl.-Psych. Dorothee Scholz, Psychologische Psychotherapeutin/ Verhaltenstherapie, Privatpraxis für Psychotherapie, Gesundheits- und Präventionspsychologie, Gutenbergstr. 87, 14467 Potsdam

Moderation: Sybille Thomae- externe Fach-und Koordinierungsstelle Gera
Ort: Stadt- und Regionalbibliothek Gera

Workshop 2
12:00 – 14:30 Uhr und 15:00 – 17:30 Uhr – Parolen – Pöbeln – Populismus – Abgrenzung und Strategien
Ziel der Trainings ist es, die eigenen bisherigen Kommunikationsstrategien zu hinterfragen und neue Optionen kennenzulernen. Es geht weniger um die Vermittlung von fertigen Argumenten und Antworten, sondern um die Erarbeitungen von Strategien.
Larissa Bothe, Wissenschaftliche Referentin Gegen Vergessen — für Demokratie e.V.

Moderation: Ines Wegner – Stadtjugendring Gera
Ort: Tonhalle Gera, Puschkinplatz

Workshop 3
16:00 – 17:30 Uhr – Leitziele 2019 auf dem Prüfstand – „Quo vadis 2019″

Ziel des Workshops ist es, die Leitziele des laufenden Förderjahrs für die Programme „Demokratie leben!“ und „Denk bunt!“ zu evaluieren und die Handlungsstrategien für die Stadt Gera 2019 weiterzuentwickeln.

Moderation: Andrea Schramm, Kindervereinigung Gera e.V. — externe Fach- und Koordinierungsstelle Gera
Martin Kürth – NaturFreunde Thüringen
Ort: Rathaus Gera, Raum 200

Ansprechpartnerin Workshops: Kindervereinigung Gera e.V. – Externe Fach- und Koordinierungsstelle Gera – Sybille Thomae – Werner-Petzold-Str. 10 – 07549 Gera –
Fon: 0365 / 736 01 06 – Email: exkos-gera@gmx.de

Demokratiekonferenz
Ablauf:
17.30 Uhr – Ankommen – Stehcafé mit Lounge-Musik
18.00 Uhr – Videobotschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Gera, Julian Vonarb
Grußwort der Dezernentin für Soziales, Sandra Wanzar
18.15 Uhr – Kabarett Wirsing — „Die Sache mit der Politik“
18.45 Uhr – Jahresrückblick & Präsentation „Best Practice 2018″ zu den Projekten Bundesprogramm „Demokratie leben und Landesprogramm „Denk bunt!“
19.30 Uhr – Fachvortrag: Strategien im Umgang mit Hassreden (Hatespeech) Dipl.-Psych. Dorothee Scholz, Psychologische Psychotherapeutin / Verhaltenstherapie
20.00 Uhr – Möglichkeiten zum Dialog der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gera mit Akteuren der „Partnerschaft für Demokratie“ bei Lounge-Musik und Buffet

Moderation: Henryk Balkow- Publizist, Dozent und Produzent – Freiberufler in Erfurt
Ort: Rathaus Gera, Festsaal

Ansprechpartnerin Demokratiekonferenz: Stadt Gera, Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe: Heike Födisch – Gagarinstraße 99-101, 07545 Gera – Fon: 0365 / 838 3433

Es waren schöne glänzende Zeiten, …

… wo Europa ein christliches Land war, wo Eine Christenheit diesen menschlich gestalteten Welttheil bewohnte; „Ein großes gemeinschaftliches Interesse verband die entlegensten Provinzen dieses weiten geistlichen Reichs.“ – So formulierte es Novalis im Jahre 1799. Was als Salonrede für einen Kreis romantischer Dichter in Jena geschrieben wurde, erreichte unter dem Titel „Die Christenheit oder Europa“ Kultstatus.
Ein spätes Echo dieser Idee gab es im Oktober des Jahres 2014. Menschen gingen auf die Straße, um für das Christliche Abendland zu demonstrieren. Die Demonstrationen in Dresden und später auch in anderen Städten wurden immer größer. Aber die Menschen kamen nicht aus den christlichen Gemeinden, und es ging ihnen auch nicht um eine christliche Kultur der Barmherzigkeit, sondern um eine Abwehr anderer Religionen. Den Patriotischen Europäern (Pegida) ging es um Islamkritik, und diese Schlagrichtung ist seitdem auch einer der politischen Schwerpunkte der AfD.
Aber was heißt es denn nun, ein Christliches Europa zu wollen? Geht es um wehrhafte Abgrenzung oder um eine Gastlichkeit, die auf christlichen Werten beruht?
Der sechsten Abend unserer Reihe „Poltikfelder der AfD“ heißt „Unsere Religion. Morgenland oder Abendland“. Die Oekumenischen Akademie Gera Altenburg lädt für Freitag, den 19. Oktober 2018 um 19 Uhr ins Lutherhaus ein, das in der Joilot-Curie-Str. 1a in 07548 Gera-Untermhaus zu finden ist. Unser Experte ist Dr. Andreas Finke. Er ist Leiter der Stadtakademie Meister-Eckhart in Erfurt und war von 1992 bis 2007 Referatsleiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Er gilt als Islamexperte und hat viel über das Verhältnis der christlichen Kirchen zum Islam nachgedacht. Er leitet den Abend mit seinem Impuls ein.
Im anschließenden Streitgespräch ist der ehemalige Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel der eine der beiden politischen Kontrahenten. Da er in Schmalkalden wohnt, ist er Synodaler der kurhessischen Kirche. Außerdem ist er Vorsitzender des Ev. Arbeitskreises der CDU Thüringen und gibt das konfessionell-politische Magazin „Wartburg-Kurier“ heraus. Sein Gegenüber ist Volker Münz. Er ist der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion und kennt auch die kirchliche Basisarbeit, denn er ist Mitglied im Gemeinderat der evangelischen Kirche in Uhingen sowie Mitglied der Bezirkssynode.
Die Reihe wird vom Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert, und hier können Sie das Programm-Faltblatt unserer Reihe aufklappen:
Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

10 Jahre Geschichtswerkstatt Gera Lusan

Eröffnung der Sonderausstellung am 27. September 2018 um 15 Uhr

Einladung_Geschichtswerkstatt_Plakat_A4.inddDie Geschichtswerkstatt in der Kastanienstraße 7 öffnete im Jahr 2008 zum ersten Mal ihre Türen für interessierte Geraer, Schulklassen und auch Touristen. Initiiert und gemeinsam mit Lusaner Bürgern eingerichtet, betreibt und finanziert heute die TAG Wohnen & Service GmbH (TAG Wohnen) die Räume.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wurde eine Sonderausstellung konzipiert, die sich mit der Gründung und Entwicklung der Geschichtswerkstatt beschäftigt. Präsentiert werden die verschiedenen Themen der in den vergangenen 10 Jahren abgehaltenen „Plauderstündchen“.

Die Eröffnung der Sonderausstellung zum Thema „Unsere Geschichte ist auch Eure Geschichte“ findet am Donnerstag, den 27. September 2018; um 15 Uhr statt.

Gäste, die in den letzten 10 Jahren das „Plauderstündchen“ mit ihren Vorträgen, spannenden Geschichten und viel Wissenswerten mitgetragen haben, sind zur Ausstellungeröffnung erneut zu Gast in der Geschichtswerkstatt. Sie berichten von ihren vergangenen und auch neuen Projekten.

Musikalische Umrahmung bieten die beiden Musiker Manfred Jäger am Saxophon und Bernd Ehrhardt an der E-Gitarre. Beide sind Mitglied der Geraer Kultband „Satelitten“. Zur Stärkung zwischen all den Geschichten wird es frisch gegrillte Thüringer Rostbratwürste geben.

Das Gesamtprojekt „Unsere Geschichte ist auch Eure Geschichte“ wurde in Kooperation mit der Interessengemeinschaft „Geschichte meines Wohnquartieres“ und dem Computertreff Gera e. V. von der Partnerschaft für Demokratie Gera im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und von der TAG Wohnen & Service GmbH gefördert und finanziert.

Im Rahmen der Sonderausstellung finden weitere abwechslungsreiche Veranstaltungen und Workshops statt. So zum Beispiel:

  • Stadtteilrundgänge durch das alte Lusan
  • drei Workshops im Computertreff Gera e. V. zu den Themen: richtig Recherchieren, Fotobearbeitung, digitales Archivieren und Aufbewahren von Bildmaterial
  • vier Veranstaltungen „Plauderstündchen“ im Oktober, November und Dezember

Mehr zum aktuellen Programm finden Sie auch hier:

Text: Geschichtswerkstatt

Ich war fremd – und ihr habt mich nicht aufgenommen!

Diesen Satz sagt Jesus zu einer Gruppe von Leuten, die wissen wollen, warum sie ins ewige Feuer geworfen werden. Der biblische Befund zum Umgang mit Flüchtlingen bzw. Fremden ist recht eindeutig. Die Pfarrerstochter Angela Merkel dachte deshalb 2015 nicht lange nach und öffnete die Grenzen. Deutsche applaudierten, als die Züge mit den Geflüchteten auf den Bahnsteigen ankamen, Deutsche begannen auch, gegen die Einrichtung von Erstaufnahmeeinrichtungen zu protestieren und sie zu bedrohen. Seitdem ist eine gesellschaftliche Spaltung entstanden, die ich persönlich so noch nicht erlebt habe. Die AfD hat wie keine andere Partei die Flüchtlingsfrage aufgegriffen und als politisches Thema etabliert.

In unserer fünften Diskussion mit der AfD greifen wir dieses Streitthema auf. Dr. Kamal Sido von der Gesellschaft für bedrohte Voelker ist unser Experte. Freitag Abend wird er seine eigene Fluchtgeschichte kurz erzählen und beschreiben, worauf es jetzt in der Asylpoitik und bei der Zuwanderungsfrage ankommt. Auf ihn antworten Dr. Robby Schlund (MdB der AfD) und Frank Tempel (Die LINKE). Ich rechne mit unterschiedlichen Positionen und einer leidenschaftlichen Diskussion auf dem Podium und im Publikum.

Kurz vorher wird es in Gera eine Thuegida-Demonstration geben. Die Gegenkundgebungen beginnen mit einem Friedensgebet in der Kirche St. Trinitatis um 17.30 Uhr. Wir beginnen später als gewohnt um 19.30 Uhr, so dass beide Formen, demokratische Kultur zu zeigen, neben einander und nach einander möglich sind: Die Trillerpfeife und der Dialog.

Unser Programm-Faltblatt für die Reihe „Politikfelder der AfD“ mit allen Terminen und Referenten finden Sie hier.  Unser Jahresprogramm können Sie hier aufklappen.

Und herzlichen Dank für die Unterstützung an das Bundesprogramm „Demokratie leben!“!

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann