Überall in Gera stehen Ladengeschäfte leer.

Sie finden keinen einheimischen Betreiber mehr. Syrer sind gewohnt, ein kleines Geschäft aufzumachen, um sich zu finanzieren.
Am kommenden Freitag schaut Jana Huster, was die neuen Mitbürger in Debschwitz so treiben. Da gibt es einige provisorisch anmutende Unternehmungen, die neu im alternden Viertel sind. Aber die Veranstaltung beginnt mit dem Ende. Die Firma GBG-Bestattungen wird in ihrer hauseigenen Trauerhalle über die muslimische Bestattungskultur berichten und wie sie sich darauf einstellen musste. Dann geht es zu den Debschwitzer Neugründungen. Auch einen Jugendtreff mit Hausaufgabenbetreuung  des Streetwork e.V.  wird die Femdenführung aufsuchen. Gibt es hier interkulturelle Lernbeziehungen?
 
Treffpunkt ist der Handwerkerbrunnen am Sachsenplatz vorm Südbahnhof. Am 13. September 2019 zwischen 14 und 16 Uhr ist die Gruppe unterwegs, die gemeinsam in eine fremde Welt eintaucht. Wie immer darf alles gefragt werden. Treue Begleiter auch diesmal Sprachmittler Osama Abo Shahen und die Gersche Autorin Jana Huster von der Rederei Huster. Hier können Sie übrigens die Stimme Ihrer Fremdenführerin hören, wie sie Andrea Terstappen von Antenne Thüringen erzählt, was sie vorhat: https://oek-akademie-gera.de/events/unterwegs-im-quartier-debschwitz/

Am Mittwoch danach – am 18. September um 10 Uhr im Lutherhaus – kommt der Oberbürgermeister in unsere Akademie am Vormittag und erzählt über sein erstes Jahr: oek-akademie-gera.de/events/mein-erstes-jahr/.

Die Veranstaltung mit Adelheid Mikosch „Was macht Menschen krank? Was macht Menschen gesund?“ muss leider aus gesundheitlichen Grünen ausfallen. Wir holen diese Veranstaltung: oek-akademie-gera.de/events/was-macht-menschen-krank-was-macht-menschen-gesund/ im nächsten Jahr nach.

Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Vortrag LGBTIQ* in Europa

Im Rahmen der Aktionswochen zum Christopher Street Day in Gera haben die Veranstalter*innen ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Am Dienstag, den 11.09.2019 wird der Vortrag die Frage beantworten „Wie queer ist Europa?“.  

Referentin Anna Wegricht wirft in ihrem Vortrag einen Blick auf die Situation von LGBTIQ* in verschiedenen europäischen Ländern. Sie wird darauf hinweisen, was die Bewegung bereits erreicht hat, was noch zu tun ist und unter welchen Umständen Gesellschaften offener und vielfältiger werden können. In einer kurzen Einleitung werden elementare Begriffe zum Thema LGBTIQ* geklärt, um mit einem gemeinsamen Grundwissen, den Blick über den Tellerrand schweifen lassen zu können.

Im Anschluss lädt der CSD Gera zu einer Diskussionsrunde und einem vielfältig europäischen Buffet ein.

Der Eintritt ist frei und barrierearm.

Text: Häselburg Gera

Christopher Street Day Gera Parade & Straßenfest 14.09.2019

„Eine Stadt ist nur so stark – wie der Umgang mit ihren Bewohnern.“

Eine Stadt lebt von einem respektvollen Umgang mit allen Menschen. Mir ist bewusst, dass es immer noch Vorurteile und Vorbehalte gegenüber verschiedenen Gruppierungen in unserer Gesellschaft gibt. Kennen Sie den Begriff „Vielfaltsmanagement“? Im Kern geht es darum,
die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Vorteil für das Unternehmen zu nutzen. Nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben spielen diese Themen eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund ist es für mich eine Selbstverständlichkeit
den Christopher Street Day im Rahmen meiner Schirmherrschaft als Oberbürgermeister der Stadt Gera zu unterstützen. Ich finde es bemerkenswert, dass sich eine Vielzahl von Menschen aus
unserer Stadt zusammengeschlossen hat, um für Vielfalt und ein respektvolles
Miteinander zu werben. Denn genau das braucht unsere Stadt – die Zusammenarbeit und das miteinander Reden – nicht übereinander. csdNur so können wir etwas bewegen!
Jeder Bürger und jede Bürgerin soll sich ungeachtet des Geschlechts, der Lebensform, der Herkunft, der sexuellen Orientierung oder des Glaubens wohl und sicher fühlen. Jede Frau und jeder Mann hat das Recht, seinen ganz eigenen Lebensweg auf der Suche nach seinem persönlichen Glück zu gehen. Ich freue mich, als Schirmherr ein Teil der geplanten Veranstaltungen sein
zu dürfen. Seien Sie, wer Sie sind. Seid Ihr, wer Ihr seid. Denn das bereichert uns alle. „Es hat noch nie jemand etwas verändert, wenn er so war wie andere“.
(P. T. Barnum) Herzlichst Ihr und Euer,
J u l i a n V o n a r b
Oberbürgermeister der Stadt Gera

Inhalt
AktionswocheN „Gera kann queerer“

Broschüre zum Download

 

Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19

Geschichte im Spiegel der Emotionen – ein Jahrhundertrückblick

Zu sehen ist die Ausstellung in der AWO AJS Seniorenresidenz „Marktkarree“ in Gera.

Emotionen machen Geschichte: Mit einer gemeinsamen Ausstellung zeigen die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur den Einfluss von Gefühlen auf Politik und Gesellschaft. „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 │19“ illustriert, wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut in den vergangenen 100 Jahren geschichtliche Ereignisse geprägt haben. Historische Bilder, Zitate und Kurztexte sowie multimediale Begleitangebote vermitteln prägnant, dass Gefühle Motor von Reform- und Demokratisierungsprozessen waren, aber auch politisch instrumentalisiert und manipuliert wurden.

„In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskursen erleben wir, wie selbst unbewusste Emotionen Entscheidungen beeinflussen können. Ihre Wirkmächtigkeit und Manipulierbarkeit zu kennen hilft, Gefühlen bewusst zu begegnen“, so Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ.

Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung, betont: „Die Macht von Gefühlen wird oft unterschätzt. Vor allem im öffentlichen Leben gelten negative Emotionen als etwas, das man unterdrücken und beherrschen muss. Die Ausstellung soll verdeutlichen, wie Gefühle historische Entwicklungen und Entscheidungen beeinflusst haben. Damit soll das Verständnis für historische Abläufe und scheinbar unausweichliche Folgen erhöht werden.“

Schirmherr der Ausstellung ist Bundesaußenminister Heiko Maas. Ute Frevert, Historikerin und Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, hat die Ausstellung gemeinsam mit Ihrer Tochter Bettina Frevert, Politikwissenschaftlerin, entwickelt. Anlass der Ausstellung sind acht runde Jahrestage im Jahr 2019: unter anderem die Gründung der Weimarer Republik (1919), der Beginn des Zweiten Weltkrieges (1939) und die doppelte deutsche Staatsgründung (1949).

Über die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der Zeit des Nationalsozialismus zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung EVZ zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa.

Über die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat den gesetzlichen Auftrag, die umfassende Aufarbeitung der Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in SBZ und DDR zu befördern, den Prozess der Deutschen Einheit zu begleiten und an der Aufarbeitung von Diktaturen im internationalen Maßstab mitzuwirken.

Text: Bundesstiftung Aufarbeitung

Sommerkirche

Der Kopf aus Gold, die Brust aus Silber, die Lenden Bronze und die Füße aus einer Mischung von Ton und Eisen, was dem Standbild eine gewisse Fragilität verleiht. Der Kopf ist die Gegenwart, erklärt der Prophet Daniel dem König Nebukadnezar, und alles was dann kommt, ist eine Stufe schlechter, bis zum Schluss ein Gemisch dem Gebilde schwachen Stand verleiht, das sich nicht verbindet und deshalb bald zerstört werden kann von einem Stein, der vom Himmel kommt. Ist die Mischung von Ton und Eisen vielleicht die Multikulturelle Gesellschaft? Und der goldene Kopf das Herrschaftsgebiet des deutschen Kaisers Karl V., in dessen Reich die Sonne nie unterging? Diese Deutung werden Sie bei der Sommerkirche am 21. Juli 2019 um 17 Uhr in der Thieschitzer Kirche wohl nicht hören. Denn wir haben die Ökumene-Referentin des Erfurter Landeskirchenamtes eingeladen Kirchenrätin Charlotte Weber. Was wird für sie der goldene Kopf sein und was die tönernen Füße des Kolosses, der im Danielbuch erwähnt wird und seitdem als Symbol für ein zerstörbares Großreich gilt? Wird sie überhaupt eine Deutung wagen? Und wie lesen Sie Daniel 2?
Nur eins ist sicher. Hamid Mohamed wird vor, nach und zwischen der Bildauslegung des Kunstgeschichtlers Thomas Kiemle (Gera 2025) und der Predigt der Oekumenikerin die Kurdische Kurzhalslaute (Ba ̆glama) spielen. Und es werden Choräle gesungen; es gibt ein Orgelvorspiel und -nachspiel und ein thematisch passendes Mahl. Falls das reicht, um Sie zu interessieren, was hält Sie davon ab vorbeizukommen?
Hier finden Sie die ganze Sommerkirche in einem bunten Faltblatt.
Und das schöne Bild aus dem aus dem Daniel Kommentar des Reichenauer Kodex (1000), über das Thomas Kiemle sprechen wird, sehen Sie hier.
Text: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

4. Förderrunde für Demokratie-Projekte 2019

Es können noch Förderanträge bis 2. September eingereicht werden!

In der letzten Sitzung bewilligte Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie in Gera (PFD) ein weiteres Projekt. Eingereicht wurde dieses vom Evangelischen Kirchenkreis, der eine Ausstellung zum Thema „Vielfalt Nahost“ durchführen wird. Da aber noch Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für 2019 zu vergeben sind, startet die Partnerschaft für Demokratie die 4. Förderrunde. Deshalb rufen wir erneut interessierte Vereine, Verbände und Initiativen dazu auf Projekte einzureichen.

Diese können bis zum 2. September 2019 bis 14 Uhr bei der lokalen Koordinierungsstelle für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Gera per Email eingereicht werden. Foedisch.Heike@gera.de

Das Antragsformular zur Durchführung eines Einzelprojektes kann auf der Internetseite der externen Koordinierungsstelle unter www.exkosgera.wordpress.com/download-demokratie-leben/ heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch die Formblätter für den Finanzplan, Ihre Kontoverbindung, die Datenschutzerklärung sowie die Hinweise zur Umsetzung. All diese Unterlagen sind durch Sie auszufüllen und im Original auszufüllen und per Post an
Heike Födisch
FD Kinder- und Jugendhilfe Lokale
Koordinierungsstelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“
Gagarinstraße 99-101 / 07545 Gera
zu senden. Zusätzlich bitte noch eine Kopie zum Nachweis der Gemeinnützigkeit mit senden. Die eingereichten Anträge werden dann am 17. September 2019 durch den Begleitausschuss der PfD beraten und entschieden.

Gera eine Looser Stadt? – Von wegen!

Gera lebt, lacht und is(s)t fantastisch!

Wie aufgeschlossen und tolerant Gera ist, zeigten die Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Samstag zum „Dinner auf der Sorge“. Anlässlich des Tags der offenen Gesellschaft lud der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie in Gera und die Kindervereinigung e.V. Gera zum Abendessen an eine lange Tafel ins Geraer Zentrum. Aber nicht ins Restaurant sondern direkt auf die Straße. Unter dem Motto „Gera lebt, lacht und is(s)t fantastisch“ versammelten sich 132 Menschen um gemeinsam zu Abend zu essen, sich kennenzulernen und ein Zeichen zu setzen für eine offene Gesellschaft in Gera. Alte und Junge, Einheimische und Zugezogene genossen neben dem Essen auch die angenehme, friedliche und tolerante Stimmung. Das zeigt auch der Film von Stefan Gabel vom Filmclub Pforten e.V. in Gera, der auf der Veranstaltung entstand.

Laut dem Verein „Die offenen Gesellschaft“, dem Initiator des deutschlandweiten Aktionstages waren wir damit unter den zehn größten Tafeln in ganz Deutschland. Wer meint, dass Gera eine Looser Stadt sei und dazu aufruft von hier wegzuziehen, kennt diese Stadt und deren Bewohner nicht. Das herzliche und offene Willkommen, das am letzten Samstag die Geraer Sorge bevölkerte zeigte das wahre Gesicht dieser Stadt. Hier engagieren sich sehr viele Menschen für ein offenes, tolerantes und demokratisches Miteinander.

 

500€ für Euer Projekt!

Der Jugendrat Gera fördert Micro-Projekte bis 500€
Aufruf!

Der Jugendrat Gera vergibt aus dem Jugendfonds „Demokratie Leben!“ bis zu 500€ für Eure Demokratieprojekte im Jahr 2019. Unterstützt werden von Jugendlichen initiierte Projekte, welche im Jahr 2019 umgesetzt werden können. Gesucht werden Ideen, die z.B. die kulturelle Vielfalt, das Zusammenleben im Stadtteil, den toleranten und solidarischen Umgang miteinander und/oder eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen beinhalten.

Bewerben können sich ab jetzt Teams von mindestens drei Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zwischen 12 und 27 Jahren. Bis zum 30.06.2019 soll Eure Projektskizze beim Stadtjugendring Gera e.V. per EMail an info@sjr-gera.de eingehen.

Der Jugendrat Gera möchte folgende Infos von euch:
– Beschreibt Eure Projektidee, also was wollt ihr machen?
– Wofür möchtet ihr das Geld nutzen?
– Bestimmt eure Ziele und wen ihr mit eurem Projekt erreichen wollt!
– Wann und wo soll das Projekt im Jahr 2019 stattfinden?

Im Juli 2019 entscheidet der Jugendrat Gera, welche Projekte unterstützt werden. Die Mikro-Projekte werden gefördert vom Jugendfonds des Bundesprogramms Demokratie Leben! und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit.